Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
einfuchsen
einfuchsen
2Fuchs m. ‘junger Student’, danach ‘noch nicht vollberechtigtes Mitglied einer Studentenverbindung’, zufrühest (nd.) Foss (16. Jh.), auch Feix (17. Jh.). Vergleichbar sind Feix ‘einfältiger Kerl, Stubenhocker’ (s. feixen), Fächs, Fex ‘Narr, Spaßvogel, Kretin’ (s. Fex; vgl. Hausveix, -fux ‘Stubenhocker’, 17. Jh.), die als Schmähwörter mit der (zumal studentensprachlich) für Personenbezeichnungen häufig verwendeten Gutturalverbindung -ks, -x umgebildet sind aus (auch in der Studentensprache üblichem) Feits ‘Neuling’, das seinerseits auf Feist ‘heimlicher Furz und dessen Verursacher’ (mhd. vīst, vist, nd. Fiest) beruht, also eine ähnliche Bedeutungsentwicklung wie Pimpf (s. d.) erfahren hat. Vgl. in: PBB (H) 77 (1955) 246 ff. eingefuchst Adj. ‘mit den Aufgaben eines Fuchses vertraut gemacht’, daher ‘eingearbeitet, bewandert’ (19. Jh.), danach verbalisiert einfuchsen Vb. ‘durch Einübung, Einarbeitung auf etw. einstellen, vorbereiten’.