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Eigelb

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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10 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Eigelb

Eigelb

Ei n. aus Schale, Eiweiß und Eigelb bestehendes Hühner-, Vogelei, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnl. nl. ei, mnd. ey, aengl. ǣg (engl. egg aus dem Anord.), anord. egg, schwed. ägg führen auf germ. *ajjam bzw. (wegen des r-Plurals im Aengl. und im Hd.) auf *ajjaz. Der anlautende Vokal kann auf eine schwundstufige Form (ie. ə) zurückgehen oder Kürzung des im Germ. zu ā gewordenen ie. ō sein, das sich in den Formen verwandter Sprachen findet, griech. ōón (ᾠόν), lat. ōvum, kymr. wy, aslaw. ajьce, russ. jajcó (яйцо). Als Ausgangsformen können für diese Sprachen im wesentlichen ie. *ōu̯i̯om, daraus gekürztes *ōi̯om, und wohl auch *ōu̯om angesetzt werden. Zweifellos besteht eine Verbindung zu ie. *əu̯ei- (oder *au̯(e)i-?), *u̯(e)i- ‘Vogel’ in aind. vḗḥ, vī́ḥ, lat. avis ‘Vogel’, wahrscheinlich auch griech. aietós (αἰετός) ‘Adler’. Je nach Beurteilung des Ablautverhältnisses im Rahmen der ie. Wortbildung wäre danach Ei ursprünglich ‘das zum Vogel Gehörige’ oder der Vogel das ‘Eiertier’. Anders Schindler in: Die Sprache 15 (1969) 166, der für seinen Ansatz ie. *ō-ə̯ui̯-óm ‘Ei’, eigentlich ‘das beim Vogel Befindliche’, von einer präpositionalen Verbindung (mit ie. ‘nahe bei’, s. Ohnmacht) ausgeht. Schon früh wird ‘Vogelei’ auf die Eier anderer Tiere (Insekten, Reptilien, Fische) sowie allgemein auf die weibliche Keimzelle übertragen. – Eigelb n. ‘Dotter’ (18. Jh.), älter Eiergelb (Ayer-gelb, 17. Jh.). Eiweiß n. (18. Jh.), frühnhd. Eierweiß (ayger wys, 15. Jh.), ursprünglich ‘das Weiße im gekochten Ei’, dagegen mhd. eierklār ‘das Weiße im rohen Ei’; in der Chemie für eine organische Verbindung aus Kohlen-, Wasser-, Sauer-, Stickstoff (19. Jh.). Eierkopf m. länglich ovale Kopfform, Person mit eiförmigem Kopf, auch Schimpfwort ‘Dummkopf’ (19. Jh.); spöttisch ‘Akademiker, Intellektueller’, Übersetzungswort von gleichbed. amerik.-engl. egghead (Mitte 20. Jh.). Eierkuchen m. ‘in der Pfanne gebackener Teig aus Eiern, Mehl und Milch, Omelett’ (nordd.), mhd. eierkuoche. Eierstock m. ‘weibliche Keimdrüse’ (1. Hälfte 16. Jh.) für gleichbed. mlat. ovarium. Stock hier im Sinne von ‘Menge, Masse, Vorrat’ (s. d.). Eiertanz m. ‘Tanz mit verbundenen Augen zwischen ausgelegten Eiern’ (17. Jh.), heute übertragen ‘vorsichtiges, gewundenes Verhalten in heikler Situation’. 1eiern Vb. ‘Eier legen’, spätmhd. aiern. 2eiern Vb. ‘unregelmäßig rotieren’ (20. Jh.).
2368 Zeichen · 92 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    eigelb

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +5 Parallelbelege

    eigelb , gilvus, wie eiergelb.

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Eigelb

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Eigelb ( Eidotter ) fällt an vielen Orten in bedeutenden Quantitäten ab, da Eiweiß für technische Zwecke in größerer Men…

  3. modern
    Dialekt
    Eigelbn.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Ei-gelb n. : wie schd., jedoch nur in Koch- und Backrezepten, Aaigääl (āigEl) [ KU-Hundh Kaulb ZW-Hornb PS-Erfw GH-Leimh…

  4. Spezial
    Eigelb

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ei|gelb n. (-s,-e) cogora dl ü f. , ghel dl ü m.

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Cotta, M. (2026). „eigelb". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/eigelb/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „eigelb". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/eigelb/pfeifer_etym. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „eigelb". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/eigelb/pfeifer_etym.
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