Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
ebech Adj.
2 (daz) ~ (ûz-)kêren ‘das Innere nach außen wenden’ , übertr. negativ ‘etw. verkehren’
1 mit ebicher hant (erst später negativ, vgl. DRW 1,119): er slug den dritten mit ebicher hant mit dem schwert unter dem hút durch sin antlicz Lanc 323,1. 162,4. 351,11 2 (daz) ~ (ûz-)kêren ‘das Innere nach außen wenden’, übertr. negativ ‘etw. verkehren’ ob sî [die Kleider] ebich sint gekart NvJer 4149; wer sölte niht über die tumpheit schrîen, / ob einer vür sperwer rœtelwîen / koufte und blâfüeze vür hebich? / der kêrte dem rehten ûz daz ebich / und wêr noch tummer denne ein gouch! Renner 5468; der mensche ist ein bœser sac, / er hœnet aller würze smac. / den menschen lützel êrte, / der im daz ebche ûz kêrte Freid 21,22. – hierher auch (vgl. Ehrismann, Wortschatz, S. 394f.): wann zwor ich kenn min selbez niht. / mir ist daz auwich uz gekert Minneb 5045; ähnl. JTit 3744,1
MWB 1 1463,35; Bearbeiter: Diehl