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durstig

ahd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

durstig

Bd. 2, Sp. 1752
durstig dürstig, adj. und adv. kühn keck, verwegen frech; s. das subst. durst f., mit dem es verschwindet. mhd. turstec geturstec Ben. 3, 16a, ags. dyrstig. turstiger kuner kecker audax Voc. theut. 1482 hh 3a, durstiger das. f 5a, turstiger gemutiger grimmiger das. hh 2a. dorstig Diefenbach Gloss. lat. germ. 60a. durstig mannlich audax Henisch 778, praeceps Stieler 280, schles. turstig Weinhold 101b, deutschungar. türstig Schröer 44b, siebenb. getürstig getierschtig das., schweiz. därstig, auch därst Stalder 1, 266, vergl. engl. daringly. sie (die frauen) haben einen starken mut und sein dörstig zu sollichen schnöden (unkeuschen) dingen Albr. v. Eybe 4b. ob der ainer in ainicherlai wege wider unser verordnung zu beswärn durstig wurde Monum. boica 13, 357. 358. die juden heten nit so dürstig dörfen handlen wider Christum Keisersb. Schiff der penitenz 97b. denn es sind gar kecke dürstige helden Luther 5, 291b. also dasz ich gleich durstig an eure kurf. gn. worden bin zu schreiben ders. Briefe 2, 173. solchs mein dürstig oder thöricht schreiben 2, 174. nu werden sie müthiger und dürstiger werden 2, 322. der teufel musz ein boshaftiger giftiger dürstiger geist sein ders. Tischreden 200b. der ich gegenwärtig unter euch geringe bin, im abwesen aber bin ich thürstig gegen euch. ich bitte aber das mir nicht not sei gegenwertig thürstig zu handeln und der künheit zu brauchen 2 Corinth. 10, 1. 2. und (dasz) viel brüder aus meinen banden zuversicht gewonnen, deste dürstiger worden sind das wort zu reden Philipper 1, 14. allermeist aber die so wandeln nach dem fleisch, in der unreinen luft und die herrschaften verachten, thürstig, eigensinnig, nicht erzittern die majesteten zu lestern 2 Petri 2, 10. die gott den schepfer aller ding also verachten das sie also dürstig und küne sein zu reden in seine werk Melanchthon Vom abendmal des herrn übersetzt von Mich. Meurer (Wittenb. 1532) bl. 7. in dem (tractat) er meldt den groszen spot so die zu Meiszen triben han, dasz sie so dürstig understan zu machen heilgen hie auf erd, die doch nit sind ein meiten (gar nichts) wert Schade Satiren aus der reformationszeit 3. 119, 17. wie seit dann ir so durstig und unsinnig dasz ir dürft ein gepot ausz ainem ding machen, das got frei gelassen hat? das. 3. 153, 23. ist einig mensch als dürstig, der mir uberdrang thun wil Aimon fij. der ritter war eines freudigen und durstigen gemüts, sein herz im allein stund auf zank und hader anzurichten Buch der liebe 238, 1. ein frecher und fast dürstiger junger, Seboldt genannt Galmy 228. der marschalk nicht wenig schrecken von dieser rede empfieng, da er den mönch so durstig mit im reden hörte 321. es ist ihme aber dermaszen mit gehörigem ernst under die nasen gepfiffen worden dasz er mit seinen dürstigen Ölbergern zeitlich widerumb umbwenden und das versengeld mit schimpf und spott naher Homburg geben müssen Reinhard Gegenbericht 1, 253. kein thier ist freventlich oder durstig als ein unverschämbter mensch Lehmann 2, 307. herr, lasz die durch uns vergehen, die dir dürstig widerstehen. reute sie und stamm und haus mit ast, stock und wurzel aus A. Gryphius 2, 262. soll eine jedere rotte (bei aufläufen) ... zu des bedrängten hause ... so diszfalls dürstiger und gewaltthätiger weise angefallen würde, eilen. der stadt Leipzig ordnungen 1701 s. 541.
3358 Zeichen · 77 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    durstîg

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    durstenAWB sw. v. I ‚Durst haben, dürsten, siti- re‘ (mhd. dürsten, dursten, nhd. dürsten; as. thurstian, mndd. dörsten,…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Durstig

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Durstig , -er, -ste, adj. et adv. Durst empfindend. 1. Eigentlich. Durstig seyn. Wir sind hungrig und durstig. Die Du…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    durstig

    Goethe-Wörterbuch

    durstig a Durst verspürend, von od nach etw dürstend, lechzend; mehrf ‘der D-e’; auch im Vergl Eduard, der erst d., dann…

  4. modern
    Dialekt
    durstig

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    durstig Adj. wie hochd. Gassenhauer s. Gëld.

  5. Sprichwörter
    Durstig

    Wander (Sprichwörter)

    Durstig 1. Der ist nicht durstig, der kein Wasser will. 2. Wann einer durstig ist, vnd will denn erst ein Brunnen graben…

  6. Spezial
    durstig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    durs|tig adj. 1 che á sëi 2 ‹fig› (begierig nach etw.) inressé (-ssá, -ssada), dejiderus (-usc, -rosa), ‹pop› mat (do va…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit durstig

6 Bildungen · 3 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von durstig

durst + -ig

durstig leitet sich vom Lemma durst ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von durstig 2 Komponenten

durs+tig

durstig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

durstig‑ als Erstglied (3 von 3)

Durstige (der)

Wander

durstig·eder

Durstige (der) 1. Der Durstige muss zum Brunnen gehen, der Brunnen kommt nicht zu ihm. 2. Durstige lagern sich nicht an Salzwassern, aber zu…

durstiglich

DWB

durst·iglich

durstiglich dürstiglich, adv. in der bedeutung von begierig, verlangend. dürstigklich, begirig, sitienter ( aliquid appetere ) Henisch 778 .…

durstig als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von durstig (2 von 2)

gedurstig

DWB

gedurstig , gedürstig , kühn, weiterbildung des alten adj. gedürst, eig. gedürste oder vom subst. geturst f. kühnheit ( s. unter gedorst, vg…

undurstig

DWB

undurstig , adj. : Gleim, ... undurstigster von allen sängern Klopstock od. 2, 129, 1 ; Seume ged. 258 . aber altes undürstig = untürstic.