Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
durchseihen
durchseihen , durchseigen , mhd. durchsîhen, niederd. dôrsien Schambach 46 a , niederl. doorzijgen. im ahd. und mhd. galt die starke form, die sich noch bei Tabernämont. und Hohberg zeigt. 1 1. untrennbar, mit einer flüssigkeit einen löcherigen körper durchdringen. ûzen an der sales want sach er einen helt ligen: sîne ringe durchsigen wâren von dem bluote Klage 663 . 2 2. trennbar, eine flüssigkeit durch eine seihe, ein tuch laufen, sickern lassen, um sie abzuklären, das unreine und dicke abzuscheiden, durchfiltrieren percolare. jetzt herscht die form durchseihen, die schon am ende des 17 ten …