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Dunkelheit

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 13 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Dunkelheit

Dunkelheit

dunkel Adj. ‘finster, gedämpft, unklar’, ahd. tunkal ‘finster, gedämpft, schwer verständlich’ (8. Jh.), mhd. tunkel, dunkel und mit anderem Suffix asächs. dunkar, mnd. dunker ‘dunkel, blind’, mnl. donker und donkel, nl. donker führen über die schwundstufige Form der Gutturalerweiterung ie. *dheng- auf die Wurzel ie. *dhem(ə)- ‘blasen, dampfen, rauchen, dunkel’ (wozu auch Dampf, s. d.). Zur hochstufigen Form der Gutturalerweiterung gehören anord. døkkr, afries. diunk. Außergerm. verwandt ist kymr. dew m. ‘Nebel, Rauch, Schwüle’. Der dem Nd. entstammende d-Anlaut setzt sich im 18. Jh. endgültig durch. – Dunkelheit f. ‘Finsternis, Unverständlichkeit’, mhd. dunkelheit, mnd. dunkerhēt ‘Finsternis, Blindheit’. dunkeln Vb. ‘dunkel werden’, ahd. tunkalēn (9. Jh.), mhd. tunkeln, dunkeln ‘dunkel sein oder werden’. verdunkeln Vb. ‘dunkel, lichtundurchlässig machen’, mhd. vertunkeln. Dunkelmann m. ‘Feind der Aufklärung und des Fortschritts, Finsterling’, meist im Plur. Dunkelmänner, eine Übersetzung von lat. viri obscuri ‘unberühmte, unbekannte Männer’. Der Ausdruck findet sich in der humanistischen satirischen Streitschrift Epistolae obscurorum virorum ‘Briefe unberühmter Männer’ (1516), in dt. Übersetzung dann dunkle Männer und Dunkelmänner (1795). In der Schrift wird die Unwissenheit und Rückschrittlichkeit der noch immer der Scholastik verbundenen Wissenschaftsvertreter verspottet.
1396 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    dunkelheitst. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    dunkelheit , st. F. Vw.: s. tunkelheit

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dunkelhêⁱtf.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    ° dunkelhêⁱt , f. , übertr. Undeutlichkeit.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dunkelheit

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Dunkelheit , plur. die -en, 1. Der Zustand, nach welchem eine Sache dunkel ist; ohne Plural. 1) Die Abwesenheit des …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Dunkelheit

    Goethe-Wörterbuch

    Dunkelheit 1 als sinnl wahrnehmbare Erscheinung od Erscheinungsform, iZshg der G-schen Farbenlehre (produktiver) Gegenpo…

  5. modern
    Dialekt
    Dunkelheitf.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Dunkelheit f. : 1. wie schd., Dunkelhäät (-hEd) [ ZW-Hornb FR-Bockh ], -haat [ FR-Bockh ], -heit [verbr.]. — 2. a. 1765…

  6. Sprichwörter
    Dunkelheit

    Wander (Sprichwörter)

    Dunkelheit In der Dunkelheit bemerkt man den höchsten Thurm nicht. [Zusätze und Ergänzungen] 2 Was weiss man in der Dunk…

  7. Spezial
    Dunkelheit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Dun|kel|heit f. (-) 1 (Dunkel) scür (-s) m. , scurité (-s) f. 2 (dunkle Beschaffenheit) scurëza (-zes) f. 3 ‹fig› scür (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dunkelheit

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von dunkelheit

dunkel + -heit

dunkelheit leitet sich vom Lemma dunkel ab mit Suffix -heit.

dunkelheit als Zweitglied (1 von 1)

gūtdunkelheit

KöblerMnd

gūtdunkelheit , F. Vw.: s. gōtdünkelhēt L.: Lü 132b (gûtdunkelheit)