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duftig

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

duftig adj. und adv.

Bd. 2, Sp. 1505
duftig, adj. und adv. bei einigen düftig. nicht im ahd. und mhd. beim Wolkensteiner tufticlich 106. 4, 4. in der Schweiz auch duftelich Stalder 1, 324. niederd. duffig; s.duft. n. duftrigt. 11. dunstig, mit duft erfüllt. und wie fürter von der küln düftigen inwonung des ertrichs die frü sun herfür lockt mit mancherlei zabelns und krabelns das clein gewürm (1480) Fastnachtsp. 1302. dasz sich die tüftigen nebel in diese gebirg anstoszen und versamlen Fronsperger kriegsb. 2, 32b. die morgensonne läutert die dicke und düftige luft Birken Ostländ. lorb. 4. euch will ich besingen, ihr duftigen hügel E. v. Kleist. aus Edens ungetrübter quelle schöpfe den lichten krystallenen tropfen und lasz ihn, wo der wang die röthe entfloh, dort duftig hinthaun Klopstock 1, 107. wie ein erstling der frühlingsblumen in duftigen thälern aufblüht ders. Mess. 11, 1174. im düftigen gewölke Wieland 3, 2. als am nächsten morgen Apollons röthliche schwester mit erhobener fackel die erdengefilde beleuchtet und die duftigen nebel der nacht vom himmel vertrieben. Bürger 244a. auf der donnerwolke duftgem thau schimmert durch der wehmuth düstern schleier hier der ruhe heitres blau Schiller 73a. oft sprang er auf, beschauete den duftigen goldhellen morgen J. Paul Flegelj. 1, 137. weh euch, ihr duftgen gärten im holden maienlicht, euch zeig ich dieses todten entstelltes angesicht. Uhland Ged. 446. 22. wolgeruch verbreitend. die erde blumig und duftig vor mir ausgebreitet wie ein teppich Gerstenberg Minona 32. es wehte düftig wie veilchengeruch Kosegarten. den erschöpften zu erquicken wehet hier des sieges duftger kranz Schiller. da hebt den flötenden wonneschall aus duftigen büschen die nachtigall Lenau Faust 51. 33. uneigentlich. nicht mit so duftiger web umspannt die balken Arachne Voss. bleib der aftermuse fern der romantisch süszen herrn! duftig schwebeln, lustig tänzeln nur in reimchen, assonänzeln, nur in tönen mag sie gern Uhland Ged. 190. 44. behangen mit dunstniederschlag, duftige pflaumen, oder mit reif, duftige tannen.
2054 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Duftig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Duftig , -er, -ste, adj. et adv. Duft enthaltend. Duft von sich gebend. Euch will ich besingen, ihr duftigen Hügel, Klei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    duftig

    Goethe-Wörterbuch

    duftig 1 zu Duft 1: von (blühenden) Pflanzen, von landschaftl Gegebenheiten, als Stimmungselement [ Phileros: ] zu wande…

  3. modern
    Dialekt
    duftig

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    duftig [tùftik Dü. ; tùfti Hf. ] Adj. feuchtkalt, vom Wetter. s is t d. Wëtter.

  4. Spezial
    duftig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    duf|tig adj. (hauchfein, hauchzart) lisier (-s, -a), fin (fins, fina).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit duftig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von duftig

duft + -ig

duftig leitet sich vom Lemma duft ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von duftig 2 Komponenten

duf+tig

duftig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

duftig‑ als Erstglied (1 von 1)

Duftigkeit

MeckWB

duftig·keit

Duftigkeit f. Duft, Wohlgeruch: Dei Toback hahr son Duftigkeit Welln. Volk 75.