düchtig Adj. [verbr. Münsterl Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin Ravensbg Kr. WiedenbrückWie SWestf, verstr. Lippe südl. OWestf] 1. seine Aufgaben mit Können und Fleiß erfüllend: geschickt, klug, fähig. ’n düchtigen Braifdriäger (Kr. IserlohnIsl Dh). Düchtige Luü’e Leute, die es zu Wohlstand gebracht haben (Kr. IserlohnIsl Is). Hai is ārig düchtich, hai heddet wīt gebracht (Kr. OlpeOlp Dh). Dat is ’n düftig Wicht (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Dat sind alltemaol düftige Buren (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). — Ra.: Kr. DetmoldDet Kirl het en düchtigen Kopp er ist erfinderisch (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@DalheimDa). — Sprichw.: Bi ne düchtige Huusfrau wäst dat Speck aan de Balken (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). — 2.1. hinreichend in Menge, Ausmaß, Intensität: beachtlich viel, groß, gut. Dai Junge mott ne düftige Straofe kruigen (Kr. SoestSos Kr. Soest@OestinghausenÖh). Eun düchtiges Schiuer Rehn (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@HöxterHx). Hoi is ubbm Hinterkopp fālen un hädd’n düchtigen Klump mätkrīgen (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@HiddenhausenHi). He hät ’nen düchtigen Specknacken (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@BentelerBe). — Ra.: Wat kannste dann? En düchtigen Häop ächter de Holsken dräggen, dat kannste wird von / zu einem Angeber gesagt (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). — Wetterregel: Uppen düchtigen Winter kumt ’n düchtigen Sommer (Kr. MindenMin Kr. Minden@WindheimWh). — 2.2. In
adv. Gebrauch intensivierend u. verstärkend: sehr, gehörig, reichlich, heftig, viel. De Wallnuette sind düftig hatt (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd). Häi giff düftig an (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@OeldeÖl). Dat dött düchtig weih (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). Et hiet düchtig hagelt (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HolzwickedeHo). Dün Owend flügen de Johanneswüirmeckes awer düchtig (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@WesternbödefeldWb). Wenn ’t dann guet Wier is, dann gifft auk düftig Hannig (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@BeelenBe). — Ra.: He treckt noch äs düftig an de Klock er schimpft gelegentlich (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Dat hät düchtig wat inne Mialke to plocken sagt man, wenn ein Mädchen aus guten Verhältnissen heiratet (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Me maut de Däirns düchtig wat op de Fuet hangen man muß seine Töchter gut kleiden (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). — Formel: Danke düchtig danke sehr (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Sagw.: Düchtig Meß drunner, siä de Bur, dann helpet dat Biäden auk (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || mehrf.). — Wetterregel: Wann de Göhr (Maulwurf) düftig löpp, dann gifft Riägen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@BorghorstBo). ⟨›düchtig‹ [Kr. TecklenburgTek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. BeckumBek OWestf SWestf], düftig [Münsterl, sonst verstr.]⟩