Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Duckmäuser m.
Duckmäuser m.
Duckmäuser m. ‘Leisetreter’, seit dem 15. Jh. gebräuchlich, zuerst in der Form duckelmuser, dann dockmuser, -mauser, -meuser (16. Jh.), zu mhd. tockelmūsen Vb. ‘schleichen, Heimlichkeit treiben’. Die genannten Bildungen beruhen auf Verben wie mhd. tocken ‘verbergen, versenken’, bair. duckeln ‘mit heimlichem Betrug umgehen’ und mhd. mūsen ‘Mäuse fangen, (stehlend, suchend) schleichen, listig sein, betrügen’. In der Literatursprache setzt sich im 18. Jh., wohl mit nachträglicher Anlehnung an nhd. ducken (s. d.), die Form Duckmäuser durch.