Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
drumen swV.
2 tr.
2.1 überw. ‘etw. zerbrechen, zerteilen’
2.2 ‘etw. zu seinem drum bringen’
2.3 ‘etw. mit Stücken füllen, stopfen (?)’
1 intr. ‘zerbrechen’ vil manic swert sach man drumen / und bî in beiden bresten, / dô man die nôtvesten / sach zuo einander springen Bit 10462 2 tr. 2.1 überw. ‘etw. zerbrechen, zerteilen’ sin schwertt die helm trunpte, / daz sy zerkluben von siner hand GTroj 19686; wie got an daz gerihte kumt / und elliu dinc ze nihte drumt RvEAlex 17568; RvEBarl 1272; JTit 484,4. – bildl.: swer so drate / wolle werden vollenkumen, / der sal gentzilich entzwei drumen / sin selbes wille, der in treit / zu eigenlicher wisheit Vät 2860; teilen unde drumen / in driu man iuch daz [Brot] siht Ottok 52052; bald aͤllú ding uz jetten / wir sont und von dem herzen tromen [abtrennen] SHort 3851. – mit Refl.-Pron.: ir milter wiplich muͦt sich drumen / liez von dem zarten WhvÖst 18916; und wirt dir doch der lop benant / der iemer wert und sich niht drumet RvEWh 15183; mit spern hurticlichen bedechet wart heid, anger, wis und brache, / die sich in stucke drumten und ouch in sprizen cleine JTit 3941,1 2.2 ‘etw. zu seinem drum bringen’ swenne aller herren herre kumet / mit zorne und er uns eischet gelt, / so wirt daz reht vil kurz gedrumet. / daran gedenke, brœdiu welt SM:UvS 35: 5,3 2.3 ‘etw. mit Stücken füllen, stopfen (?)’ des prises ein rise und niht ein twerk, / dem alle tage volgen mite, / vil edeler tugende niuwe, / nehein untugende an im sint, / in sich hat er gedrümt / e(r)licher werke vollen kram Damen 6,3
MWB 1 1387,25; Bearbeiter: Diehl