Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Dotterblume
Dotterblume
Dotter m. n. ‘Eigelb’, ahd. tutaro (11. Jh.; vgl. das Kompositum tutarei ‘Eigelb’, 9./10. Jh.), mhd. toter, tuter, asächs. dodro, mnd. dȫder, dōder (neben dȫdel, dōdel), mnl. dōder, dōdre, nl. dooier, aengl. dydrin sind im Hinblick auf die unstete, leicht bewegliche Masse vielleicht verwandt mit engl. to dodder, älter dadder ‘schwanken, zittern’ und mit aind. dúdhitaḥ ‘verworren, trübe, dicht’, dudráḥ ‘ungestüm, heftig’, dṓdhat- ‘tobend, ungestüm, wild’, griech. thýsanos (θύσανος) ‘Troddel, Quaste, Franse’, thýssetai (θύσσεται) ‘schwankt, schüttelt’, so daß sich über die Dentalerweiterung ie. *dheudh- ‘durcheinanderwirbeln, verwirren’ ein Anschluß an die Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə- ‘stieben, wirbeln’ (s. Duft, Düne, Dunst) ermöglichen läßt. – Dotterblume f. (15. Jh.), im Hinblick auf die gelben Blüten.