Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
dösig Adj.
dösig Adj.
dösig Adj. ‘schläfrig, schwindlig, nicht klar im Kopf’, mnd. dȫsich ‘taumelig, dumm’, nd. dösig ‘lässig, müde, dumm’ dringt zu Anfang des 19. Jhs. ins Hd. vor. Mit mnl. dōsich, ahd. tūsīg ‘stumpfsinnig, töricht’ (8. Jh.), aengl. dysig ‘töricht, unwissend, blödsinnig’, engl. dizzy ‘schwindlig, verwirrt, betäubt’ und der Wortsippe Dusel (s. d.) stellt es sich zu ie. *dheus-, *dhū̌s- ‘stieben, stäuben, wirbeln’, auch ‘seelisch verwirrt sein, betäubt, albern’, einer s-Erweiterung der Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə- (s. Duft, Dunst). Zur selben Wortfamilie gehört auch das ebenfalls im 19. Jh. aus dem Nd. übernommene dösen Vb. ‘halb schlafen, gedankenlos dasitzen’, vgl. nd. dösen ‘schläfrig sein’. ram(m)dösig Adj. ‘benommen, aufgeregt, verwirrt’ wie ein drehkrankes Schaf (19. Jh.), zu Ramm ‘Schafbock, Widder’ (s. Ramme).