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Deihe

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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Deihe f.

Bd. 2, Sp. 197
Deihe f. : 'ein Gebäck aus Hefeteig', vorn. Weihnachts- und Neujahrsgebildbrot, Deih (dai) [(um 1930) LU-Rh'gönh NW-Haardt Lindbg Duttw Geinsh SP-Berghs Heiligst Dudhf Harths Hanhf LA-Gommh Böbing Altd Bergz GH-Schwegh Weingt Freisb Max'au]; hierzu vgl. bes. Christmann in HV 1933, S. 263 und Bertram in Westmärk. Abhandlungen 5. Jg. (1941/42) S. 257 ff. Zs. Dampe-, Krist-, Weihnachtsdeihe. — In Bergz bäckt man die D. in Taschenform (vgl. die Beschreibung bei Dampedeihe) — in den dreißiger Jahren gab es dort auch die wahrscheinlich aus der Taschenform entwickelte Hörnchenform — und ißt sie in der Silvesternacht zum Glühwein. Die erwähnte Hörnchenform hatte eine Spannweite von 12-14 cm. In anderen Gegenden, z. B. in BZ-Schweighf u. Umg., waren die Deihen wesentlich größer. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. waren solche Deihen das übliche Weihnachts- und Neujahrsgeschenk der Paten für ihre Patenkinder (vgl. Christmann in: HV 1933, S. 263). In Spey reichte man deyhen vff dem jartag 1530 den armen sichen noch alter gewonheyt ... [GgHospR]. In Kaislt erhielt 1626 ein Bäcker eine Geldstrafe, weil er dem Verbott Zu wieder Wecken Deygen Zu Klein gebacken hatte [StArch. Kaislt, Bürgermeister-Rechnung]. — Die Herkunft des Wortes ist nicht endgültig geklärt. Christmann führt es in OZfVK, 1942, S. 35 ff. u. HV 1933, S. 263 ff. auf mhd. dīhen 'gedeihen, geraten' zurück, weil die Gebildbrote in ihrem ursprünglichen Sinn Segen und Gedeihen bringen sollten. — Südhess. I 1455/56; Bad. I 451; Schwäb. II 129; VI 1732.
1531 Zeichen · 44 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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    Deihef.

    Pfälzisches Wb.

    Deihe f. : ' ein Gebäck aus Hefeteig ', vorn. Weihnachts- und Neujahrsgebildbrot, Deih (dai) [(um 1930) LU-Rh'gönh NW-Ha…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit deihe

3 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

deihe‑ als Erstglied (2 von 2)

Ableitungen von deihe (1 von 1)

gedeihe

DWB

gedeihe , gedeye , adj. vollkommen, völlig, ein seltnes wort; mhd. einmal gedîhe ( wb. 1, 330 a ): swer dir sîn guot lîhe, daʒ gilt im gedîh…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „deihe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/deihe/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „deihe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/deihe/pfwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „deihe". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/deihe/pfwb.
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