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daheim(en)

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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

daheim(en) Adv.

Bd. 2, Sp. 41
daheim(en), darheim(en) Adv.: I. 'zu Hause', deheem, -haam usw. s. F. [allg.]; bei uns dehääm [LA-Gommh, allg.]. Mer hän Uffgawe for dehääm, von den Hausaufgaben der Schüler [LA-Gommh]. RA.: 's is hie wie dehääm, wenn man in anderen Häusern oder anderen Ländern die gleichen menschlichen Schwächen, dieselben Verhältnisse sieht wie daheim [KL-Fischb, verbr.]. Essen wie deheem, nore net so viel! [Gal-Bagbg]. Er hot käiⁿ Geld in seim Hossesack un dehäim käiⁿ annere Hosse [KU-Schmittw/O]. SprW.: Derhem isch derhem 'Daheim ist es am [] besten' [Land, allg.]. Deheem is am bescht, un wann's hinnerm Owe is [Don-Schowe]. Dehaam hun alle Buwe Klicker, von Angebern [KB-Bischh]. VR: Die Riewe, die Riewe, die han mich von dehem veʳtriewe (Fortsetzung s. bleiben 1) [HB-Kirrbg]. Schluß des VR bei Pflaume (Sp. 855/33): Un der kläne Stumbenickel verrot alles dehääm [NW-Frankeck]. a. 1615: im Dorff Niderhochstatt daheimen 'gebürtig aus N.' [Vogel 28]. — II. in Verb. mit Verben. 1. d. bleiben. Der bleibt ganz deheem, seit er verheirat is [KL-Reichb]. 's as debescht 'Es ist am besten', wann de dehaam bleibscht [RO-Rehborn]. VR.: Fritz, bleib deheem! Mer weeß net, was fer Werrer gibt. Gibt's Reen orrer Schnee, muß der Fritz nach Haus gehⁿ [PS-Th'eischw]; Var. hierzu s. Tümmelregen. a. 1534: sol niemants des Nachts noch dem Nachtessen jn kheins Würtzhausz zeren oder sitzen, sonder do heym by jren weyben vnd kindern ... bleiben [MHVPf. VII 53 LU-Neuhf]. — 2. d. haben. Hanner ball alles dehäm?, von der Ernte [KU-Körbn]. — 3. d. lassen. Er hot 's Maul deheem (in de Schublad) geloßt, von einem Mundfaulen [GH-Westh, verbr., auch Gal]. — 4. sich d. machen 'sich wie daheim fühlen'. Setz dich juscht un mach dich deheem! [verbr. Penns (Reichard Penns 401)]. — 5. d. sein. a. 'zu Hause anwesend sein', Er isch niemols derhem [ZW-Battw, allg.]. 's is niemand deheem [KU-Brück, allg.]. Wo 's zwelf schlacht, sin mer dehäme [BZ-Steinf]. De Herbscht 'die Weinernte' isch dehääm [NW-Gimmdg]. RA.: Machen grad, wie wanner deheem wären, Aufforderung zum Essen [GH-Vollmw]. Wammer emol nit dehäm isch, kummt ebber (jemand) [GH-Kand]. SprW.: Wann die Katz net dehaam es, springen (danzen) die Mais uf Disch un Bänk erum [KB-Albish, verbr.], ... han die Mais Kerweih [Don-Ulmb], ... sin die Mais Herr (im Haus) [verbr. Don]. Aus einem KR.: 's Kinnel geht ins Dokterhaus, 's isch käns dehääm als Katz un Maus [LA-Hainf]; den ganzen Reim s. bei hoch. Doch sein eich knapp derheem gewese, do geht gleich der Spektakel los [Firmenich 245]. — b. 'beheimatet sein'. Sie sin uf'm Land dehäm 'wohnen auf dem Lande' [LU-Opp]. In de Palz sin mer deheem [Krieger 4]. RA.: Er wääß nimmeh, wo er dehäm is [Hebel 24]. Dem han ich uf die Auedeckel geschlaa, daß er nimmeh gewuscht hat, wo er dehäm is [KL-Wörsb]. Ich werr'm weise, wo er dehääm is, Androhung von Schlägen [KU-Theisbgstg]. Ich han's em gesaat, wo er dehäm is 'Ich habe ihn an etwas Unangenehmes erinnert' [HB-Brenschb]. Die sein (drei, paar, siewe Stunn) hinner'm Muund dehääm, von rückständigen, weltfremden Menschen [RO-Als, verbr.]; auch in den Var.: hinner'm Wald dehaam [KU-Reichsth]; deheem, [] wo d'Fichs un d'Hase enanner Gutnacht sachen [LA-Gommh]. SprW.: Wo de Vochel geheckt is, dort is er deheem [Zweibr]. Och, wann ich deheeme, deheeme nor wär, im Weschtrich deheeme, deheeme bei mer [Schandein Ged. 3]. Der Hawwergees fliegt in die Schnitz-un-Knepp-Bääm, un grad iwwer's Eck is der Jockel deheem [Birmelin Penns Gezw. 70]. a. 1717: eine jede person, so ausländisch ist und nicht im dorff daheim ist, soll der gemeinde zum einzug drey gulden geben [PfWeist. I 4 (KU-Adb)]. — c. übertr. Do is was dehäm, als Empfehlung für reiche Heiratspartner [KU-Bedb, verbr.]. Dort is nix deheem 'Die sind arm' [HB-Kirrbg, verbr.]. Bei dere is was dehäm, von einer vollbusigen Frau [NW-Freinsh, verbr.], auch von korpulenten Menschen. Sie esch noch dehäm 'Sie ist noch nicht verlobt' [BZ-Dernb, NW-Haardt]. Er is net ganz dehem 'Er ist verrückt' [NW-Iggh]; dazu die Var.: Bei dem is net alles deheem [Don-St. Andreas]; bei dem sin se net all deheem [KU-Trahw, verbr., auch Don Gal Buch Rußl]. — F.: Im größten Teil des Gebietes gilt dəhEm; dəhēm vorn. SWPf u. mittl. Glan; dəhām NPf (ohne Nordteil); dəhm Ost-KB; dəhm vereinzelt östl. NPf; dəhEmə Land u. BZ-Steinf; Näheres s. heim. Die Form dəhaumə in dem KR bei Pflaume 1 ist eine willkürliche Prägung um des Reimes willen. Bei den Nachkommen der ausgewanderten Pfälzer in Penns und Osteuropa ist dəhēm die vorherrschende Form. In Gal neben dəhēm auch noch dəhōm, seltener dəhęm, dəhām, dəhoum (vgl. Heim Gal. 423). Ähnlich ist es in Buch. Vereinzelt erscheinen Formen mit dər- (< mhd. dar-): dərhēm in ZW-Battw Don-Gottlob Heufeld Alexanderhs, dərhōm in Don-Kernei Franzf. Heeger (Nachlaß) verzeichnet für die SOPf u. a. auch dərhēmə. — Südhess. I 1312/13; Rhein. I 1202/03; Lothr. 226; Els. I 336; Bad. I 405; DWb. II 677 ff.
5039 Zeichen · 146 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    daheimen

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    daheimen , wie daheim, nimmt die form eines dativs an und kommt zuerst im 15 ten jahrh. vor. ich darf nit lenger daheime…

  2. modern
    Dialekt
    daheim(en)Adv.

    Pfälzisches Wb.

    da-heim(en) , dar-heim(en) Adv. : I. 'zu Hause', deheem, -haam usw. s. F. [allg.]; bei uns dehääm [ LA-Gommh , allg.]. M…

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Zerlegung von daheimen 2 Komponenten

dah+eimen

daheimen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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DWB2 DAHEIMENSUCHEN vb. DWB2 wie daheimsuchen neben häufigerem heimsuchen, sich jmdm. wohlwollend zuwenden: DWB2 1524 gott der allmechtige h…