Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
burgermeister stm.
1. der vorsteher einer stadtgemeinde, der bürgerschaft. anno dominî MCCCXXXVIto, an dem sibenden tag des brâchets, beschach ein grôʒer ûflouf ze Zürich in der stat. der rât wart geendrôt und entsetzt.. und wart der erst burgermaister gesazt, hieʒ Ruodolf Brûn zürch. jahrb. 74,21 fg. vgl. 76,14. daʒ wir unsern lieben burgern von Basel... aller jerglich, di wile so wir leben, ein burgermeister und ein rat geben basl. recht, beil. VII, 4 vom jahr 1337. (der erste bürgermeister in Basel ist 1253 nachweislich, Wackern. basl. recht s. 8.). swer zu purgermaister erwelt wirt, der sol daʒ niht widersprechen und sol sich sein niht setzen münch. stdtr. 464. dô schrei der keiser 'her burgermeister von der Sittaw!' zitt. jahrb. 29,29. vgl. das. 31. wir, die burgermeister, die rete und die gemeine der stete Gorlicz Sittow etc., das. 41,3. wer daʒ niht meldet dem burgermeister oder den burgern freiberger stdtr. 174. nach Scherz 1023 wäre der name in Strassburg schon vor dem jahre 1221 gebräuchlich gewesen u. in diesem jahre mit dem namen stetemeister vertauscht worden.
2. der vorsteher einer dorfgemeinde, in Schwaben u. am Rhein. vgl. Haltaus 198.