Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
bungo
11. Jh. an:
‚Bachbunge, berula, anagallicum,(Veronica beccabunga L.); auf
favata, buga‘
eine andere Pflanze übertragen
‚bolluga‘, viell.
‚Polei‘(Mentha pulegium L.; vgl. Marzell, Wb.
d. dt. Pflanzennamen IV, 1057); einmal glos-
siert es bulbus (Gl. 3, 471, 16: bulbus est etiam
radix herbarum rotundus ut uniones i. unelouh),
wo es wohl die allg. Bed.
‚Pflanzenknolle‘hat
(vgl. Lexer I, 383 und s. u.). – Nhd. meist in der
Zss. Bachbunge (mhd. schon bachbunge
14. Jh.), weil die Pflanze in Bächen und still
fließenden Wassern wächst (→ bah und vgl.
Weigand, Dt. Wb.5 134). Das daneben vor-
kommende Simplex Bunge, Punge(n) wird
auch für eine ähnliche, von früheren Botani-
kern für eine Art Bachbunge gehaltene Pflanze
Samolus valerandi L. gebraucht (vgl. Marzell,
a. a. O. IV, 82).