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bruchen

ahd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

ElsWB
Anchors
9 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
13
Verweise raus
15

Eintrag · Elsässisches Wb.

bruchen

Bd. 2, Sp. 179b
bruchen II, brauchen [prỳə Gebw. Hlkr. Logelnh.; pryχə fast allg.; prùχə Obrröd.; priχə Hf.; prýə Sier.; prœyχə Bühl Obgericht N.; Part. kəpryt, kəpryχt, aber i hæts net kəpriχt Wh.; Conj. priχt U., priχtikt M. Lustig I 110.] 1. brauchen, nötig haben, als Hilfszeitwort. Wer nit schafft, brucht auch nit ruwen Rauw. Was bruch ich do lang ze warten, ich gehe! Str. Madam, brucht Sie hüt nix? fragen die Händler Str. Illk. Wenn ihr wieder eppis bruchen, kumme-n-ihr wieder! zu jem., der sich für etw. bedankt Ruf. Ich tät vielmals zwei Daheim brichen Hf. ‘s brucht ken Ufstiftes do’ es ist nicht nötig noch zu hetzen Pfm. III 2. Iron. Du bruchst Lowens wie der sur Win du verdienst kein Lob Str. 2. gebrauchen.n kann mer b. der ist brauchbar Gebw. Mer kann ihne bruchen für was mer will er ist zu allem brauchbar Ruf. [Ké nomə-n, i pryχ ti net Co.] Mer kann s b. wie s kalt Gebrotens zu allem Str. 3. s Mul b. grob antworten Hlkr. Z. 4. Arznei nehmen. Für eps b., derfür b. M. Eigentlich sich von einem Kurpfuscher behandeln lassen. Er brucht mit eineren Frau von Bossendorf Hf. 5. (vielleicht mit 4 zu Brochen?) quacksalbern, Geheimmittel wissen. Der alt Andres het als können b. Illk. Dër loßt sich b. sucht Hilfe beim Pfuscher Obgericht. Die Frau brucht für bösi Finger weiß ein Mittel dagegen, kann die Krankheit weghexen Sier. Er brucht schun lang derfür, awer s hilft nix Ingenh.; b. lossen besprechen, besegnen lassen Hag. 6. Eini b. notzüchtigen Dü. Hf., geschlechtl. Umgang haben Ingenh. 7. refl. ‘Sie praucht sich auch so emsiglich’ Fisch. glückh. Schiff. ‘Und preisten die Züricherknaben, Daß sie so wohl sich gebrauchet haben’ ebd. Sachen wo sich br. notwendige Dinge M. ‘Was brucht sich meh’ Pfm. III 3. s brucht [] sich es ist notwendig M. 8. sich beeilen. Date bruchen sie sich awer! Z. Schweiz. 5, 351. Bayer. 337.
1919 Zeichen · 81 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    brûchen

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    brûchanAWB st. v. II(?), brûchenAWB sw. v. I: ‚etwas genießen, (seiner) teilhaftig sein, (von etwas) S365brûchan 366 Geb…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brûchenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    brûchen swv. s. brouchen.

  3. modern
    Dialekt
    bruchen

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    bruchen Band 3, Spalte 3,525

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bruchen

6 Bildungen · 0 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von bruchen

bru + -chen

bruchen leitet sich vom Lemma bru ab mit Suffix -chen.

bruchen als Zweitglied (4 von 4)

us bruchen

ElsWB

us bruche n bis zu Ende gebrauchen, z. B. ein Werkzeug Su. — Idiotikon Schweiz. 5, 361

verbruchen

ElsWB

verb·ruchen

verbruche n verbrauchen Su. s Halwe verbrucht er z'unnutz vergeudet er Geberschw. — Idiotikon Schweiz. 5, 361.

verumbruchen

DWB

verumbruchen , v. , bergmännischer ausdruck: einen bruch, einen bau v., einen umbruch darum treiben Veith bergwb. 541 ; ' einen umbruch hers…

Ableitungen von bruchen (2 von 2)

gebrûchen

Lexer

ge-brûchen swv. BMZ gebrauchen, benutzen, geniessen Troj. swie vil man eʒ (pfert) gebrûchte Lanz. 1464 ; mit gen. d. s. Gsm. Livl. Marlg. El…

verbruchen

ElsWB

verbruche n verbrauchen Su. s Halwe verbrucht er z'unnutz vergeudet er Geberschw. — Idiotikon Schweiz. 5, 361.