Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
brossen
brossen , pullulare, sprossen, ausbrechen, mhd. broʒʒen. Ben. 1, 261 a , von dem starken brieʒen brôʒ bruʒʒen gebroʒʒen abgeleitet, welches brechen, altn. briota ausdrückt. diesem broʒʒen vergleicht sich lat. frondere, mit eingeschobnem N, wie stôʒen = tundere, beiszen = findere u. a. m. denn fahen die baum an zu prossen. H. Sachs II. 1, 54 a ; daraus schand und erger brossen. II. 2, 52 b ; er sol sin wol acht haben in der jugent, das ist umb die XIV jor, so er anfocht heruszer brossen. Keisersb. bilg. 192 a . transitiv: die rehe und gemsen brossen, frondes et gramina carpunt.