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brieflich

mhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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12 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

brieflich

brieflich

Brief m. ‘persönliches, adressiertes Schriftstück’, ahd. briaf (9. Jh.), mhd. mnl. nl. brief, asächs. mnd. anord. brēf, schwed. brev sowie engl. brief ‘Anweisung, Instruktion’ sind entlehnt aus lat. brevis (libellus) oder spätlat. breve n. ‘kurzes Schreiben, Urkunde’ (6. Jh.), zum Adjektiv lat. brevis ‘kurz, klein’. Vor der Übernahme ins Ahd. muß bereits Längung des -e- eingetreten sein, so daß der Diphthong -ia- entstehen kann. Demgegenüber wird anord. asächs. mnd. und mengl. -ē- bewahrt, in den nord. Sprachen auch das neutrale Genus (nach lat. breve n.). Die älteste Bedeutung ‘Schreiben, Urkunde’ (9. Jh.) bleibt in vielen Verbindungen erhalten: Brief und Siegel (14. Jh.), Bannbrief m. (14. Jh.), Frachtbrief m. (17. Jh.), Freibrief ‘Privileg’ (14. Jh., s. d.), Kaufbrief m. (15. Jh.), Schuldbrief m. (15. Jh.), Steckbrief ‘öffentlich bekanntgemachte Personenbeschreibung eines Flüchtigen’ (16. Jh., s. d.); dazu auch verbriefen Vb., ahd. firbriaven (9. Jh.), mhd. verbrieven ‘urkundlich feststellen’. In den folgenden Wendungen und Zusammensetzungen wird die ältere Bedeutung ‘Urkunde’ durch die (seit dem 12. Jh. bezeugte) heute allein übliche Bedeutung von Brief (zuerst in mhd. sentbrief, nhd. Sendbrief m. ‘an jmdn. bzw. mehrere gerichtetes Schriftstück’, auch ‘Denkschrift’) abgelöst: offener Brief ‘öffentliche Urkunde, Bekanntmachung, Mitteilung’ (13. Jh.), später ein in einer Zeitung abgedrucktes oder als Vervielfältigung versandtes Schriftstück (19. Jh.), Briefkasten m. ‘Urkundentruhe’ (15. Jh.), seit 1824 ‘Postbriefkasten’, Briefträger m., mhd. brieftrager ‘Gerichtsbote, der amtliche Schreiben austrägt’ (14. Jh.), seit dem 18. Jh. ‘Postbriefzusteller’. – brieflich Adj., ahd. briaflīh ‘schriftlich, brieflich’ (10. Jh.), mhd. brievelīchen Adv. Briefwechsel m. bereits Mitte des 16. Jhs. belegt, danach 1644 von Harsdörfer als Verdeutschung von Korrespondenz (s. d.) vorgeschlagen. Briefmarke f. (Mitte 19. Jh.).
1938 Zeichen · 96 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brieflichAdj.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    brieflich , Adj. nhd. brieflich, schriftlich Hw.: s. brievelich vgl. mnd. brēflīk (1) Q.: BDan (um 1331) E.: ahd. briefl…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brieflich

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Brieflich , adj. et adv. 1) Schriftlich, welche Bedeutung doch größten Theils veraltet ist, und nur noch in der Redensar…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    brieflich

    Goethe-Wörterbuch

    brieflich a in Form von Briefen, iUz anderen Kommunikationsformen, zur amtl Korrespondenz, oft ‘b-e Unterhaltung, b-es V…

  4. modern
    Dialekt
    brieflich

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    brieflich Band 3, Spalte 3,361

  5. Spezial
    brieflich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    brief|lich adj. / adv. por lëtra.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brieflich

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von brieflich

brief + -lich

brieflich leitet sich vom Lemma brief ab mit Suffix -lich.

Ableitungen von brieflich (1 von 1)

verbrieflich

DWB

verbrieflich , adj. literis consignatus Steinbach 1, 195 .