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Braunstein

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Braunstein

Bd. 3, Sp. 361
Braunstein (Pyrolusit, Weichmanganerz, Graubraunstein, Graumanganerz), Mineral, seiner Zusammensetzung nach identisch mit Polianit (s. d.), aber pseudomorph nach andern Manganerzen, zumal nach Manganit (s. d.), der den Wassergehalt gegen Sauerstoff umtauscht, zuweilen auch nur zum Teil in B. umgewandelt erscheint; vom Polianit durch lockere, faserige Beschaffenheit unterschieden und deshalb anscheinend weicher als dieser (Härte 2–2,5). B. findet sich sowohl in kurzsäuligen, bisweilen in viele einzelne Spitzen zerfaserten Kristallen, als in radialstängeligen und faserigen Aggregaten und in verworrenen, faserigen, dichten und erdigen Varietäten. Die Farbe ist stahlgrau, der Strich schwarz, der Glanz metallisch. B. kommt ziemlich häufig in Gängen und auf Lagern in verschiedenen Formationen vor, besonders, mit Schwerspat vergesellschaftet, gangförmig im Quarzporphyr bei Elgersburg und Ilmenau in Thüringen, im Porphyrit bei Ilfeld am Harz, auf Eisenerzgängen und -Lagern im Siegenschen, an der Oberfläche devonischer Kalke und unter deckendem Ton im Lahntal, ferner in Devonshire, in der Provinz Huelva in Spanien, in Neuseeland, Neuschottland, Virginia etc. Der B. des Handels ist meistenteils ein Gemisch von Pyrolusit mit andern Manganerzen (wie Manganit, Braunit, Hausmannit, Psilomelan und Wad) oder mit Gangart. Er dient zur Bereitung von Sauerstoff, Chlor, Brom, Jod, übermangansaurem Kali, Bisterbraun, zu Zündholz- und Feuerwerksmassen, zum Entgolden goldhaltiger Kiese, zum Entfärben und zum Violettfärben des Glases (daher Glasmacherseife), in der Glas- und Emailmalerei, zur braunen Töpferglasur, zum Färben des feinern Steingutes und der Seife, beim Eisenpuddeln, zur Darstellung des Spiegeleisens und des Ferromangans, zur Herstellung galvanischer Elemente. Sein Wert für die Chlorbereitung ist abhängig von der Quantität Sauerstoff, die er mehr enthält als Manganoxydul MnO, weil nur dieser mit Salzsäure Chlor entwickelt. Man gibt die Beschaffenheit des Braunsteins in Prozenten von Mangansuperoxyd an und versteht unter 60- oder 70proz. B. einen solchen, von dem 100 Teile so viel Chlor entwickeln wie 60, resp. 70 Teile reines Mangansuperoxyd. Von den übrigen Verunreinigungen absorbieren manche Salzsäure, und die Kohlensäuresalze entwickeln Kohlensäure. Die Gesamtjahresproduktion beträgt zurzeit etwas über 500,000 Ton.
2352 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Braunstein

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Braunstein , des -es, plur. inus. ein schwarzgrauer, abfärbender vermischter Stein, welcher unter andern auch aus ei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Braunstein

    Goethe-Wörterbuch

    Braunstein mineralog: für Manganerz 1) , auch für Manganoxide u Mangananteil in Eisenerzen 2) [ Ilmenau ] Die Menschen l…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Braunstein

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Braunstein , Graumanganerz. Manganhyperoxyd, ein eisenschwarzes metallisch glänzendes Manganerz von 4,6 bis 4,9 spec. Ge…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit braunstein

11 Bildungen · 11 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von braunstein 2 Komponenten

braun+stein

braunstein setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

braunstein‑ als Erstglied (11 von 11)

Braunsteindendrit

GWB

braunstein·dendrit

Braunsteindendrit mineralog: baum- od strauchähnliche Zeichnung hervorrufende feinste Ablagerungen von Eisen- od Manganoxid 1) in einem Gest…

Braunsteinerz

Campe

braunstein·erz

Das Braunsteinerz , des — es, d. Mz. ungew. Erz, welches Braunstein enthält, und welches meistentheils auch sehr eisenhaltig ist, und deßhal…

Braunsteingang

GWB

braunstein·gang

Braunsteingang geol sende .. Mineralien .. Dodecaedrische Crystallisationen aus den Ilmenauer Braunsteingängen 1) B25,15,5 August 8.8.14 1) …

Braunsteingehalt

GWB

braunstein·gehalt

Braunsteingehalt Ein paar Stückchen Brauneisenstein aus der Grafschaft Altenkirchen .. Der sogenannte fasrige ist wirklich ein sehr interess…

Braunsteingrube

GWB

braunstein·grube

Braunsteingrube Manganbergwerk [ Geologie von Thüringen 1) ] Porphyr. Die Herrmannsteiner Wand. B-n. Fluß Grube N13,361,18 MinGeol Plp 1) vg…

Braunsteinkalk

Campe

braunstein·kalk

Der Braunsteinkalk , des — es, d. Mz. ungew. der Hauptbestandtheil des Braunsteinerzes, aus welchem das Braunsteinmetall dargestellt wird.

Braunsteinkiesel

GWB

braunstein·kiesel

Braunsteinkiesel mineralog: manganhaltiges, sehr hartes Quarzgestein daß am Mayn, wie am Neckar, der eigentliche Granit tief liegt .. die au…

Braunsteinoxid

GWB

Braunsteinoxid -yd mineralog: Manganoxid; als Pigment, im Hinblick auf seine durch chem Reaktionen sich verändernde Farbe Das mineralische C…