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brandmarken

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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10 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

brandmarken

brandmarken

Brand m. ‘Feuer, Vorgang des Brennens’, ahd. (9. Jh.), mhd. brant ‘Brennen, Brandstiftung, brennendes Holzscheit’ ist wie mnd. mnl. brant, asächs. nl. aengl. engl. brand, afries. brand, brond, anord. brandr, schwed. brand (germ. *branda-) mit ie. Dentalsuffix -to- zu einem starken Verb gebildet, das in ahd. brinnan, mhd. brinnen ‘brennen, erglühen, leuchten’ bezeugt ist, im Nhd. aber fehlt, da das ehemalige Kausativum brennen (s. d.) schon vom Ahd. an den intransitiven Gebrauch mit übernimmt. Seit dem 16. Jh. wird nhd. Brand (wie mnd. brant) auch auf krankhafte Veränderungen am menschlichen, tierischen und pflanzlichen Organismus übertragen. – Brandbrief m. ‘dringlicher Bittbrief’, spätmhd. brantbrief (14./15. Jh., brief hier in der älteren Bedeutung ‘Urkunde’, s. Brief) ‘Verordnung gegen Brandstifter’; im Nhd. zunächst (wie mnd. brantbrēf, 16. Jh.) ‘Brandstiftung androhender erpresserischer Brief’ (17. bis 19. Jh.), daneben vom 17. Jh. an (besonders südd. und md.) ‘zum Sammeln berechtigende Bescheinigung für Brandgeschädigte’, woran die heutige, im 18. Jh. in Studentenkreisen aufkommende Verwendung anknüpft. brandmarken Vb. ‘öffentlich anprangern’ (18. Jh.), ursprünglich ‘mit einem Brandzeichen versehen’, so vereinzelt schon spätmhd. (Ende 14. Jh.) und mnd. brantmerken, -marken, verbreitet seit dem 17. Jh.; gebildet zum Substantiv Brandmark n. und m. ‘einem Verbrecher eingebranntes Zeichen’ (nhd. belegt vom 17. bis 19. Jh., zuvor mnd. brantmerk, -mark). brandschatzen Vb. ‘durch Androhen von Raub und Brand Abgaben erpressen’, spätmhd. brantschatzen (14. Jh., zu spätmhd. brantschatz, mnd. brantschat ‘vor feindlichem Sengen und Brennen bewahrende Ablösungssumme’), vom 18. Jh. an auch allgemeiner ‘ausplündern, ausnutzen’; dazu Brandschatzung f., spätmhd. brantschatzunge. Brandsohle f. ‘Innensohle des Schuhs’ (17. Jh.), für die geringwertiges Leder, namentlich das durch ein Brandzeichen geschädigte Brandleder (17. Jh.) verwendet wird. brandneu Adj. ‘ganz neu’, das Adjektiv neu (s. d.) verstärkende Zusammensetzung, die gleichbed. engl. brand-new, bran-new nachbildet (30er Jahre 20. Jh.).
2119 Zeichen · 90 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brandmarken

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Brandmarken , verb. reg. act. in eben dieser Bedeutung. Einen Missethäter brandmarken. Ein gebrandmarktes Gewissen. Man …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    brandmarken

    Goethe-Wörterbuch

    brandmarken auch -ck- jdm ein Zeichen (meist auf die Stirn) einbrennen, als Strafe bes für Diebstahl ein falscher Münzer…

  3. modern
    Dialekt
    brandmarken

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    brandmarken wie brandmalen: dee möt ierst brandmarkt warden Sta User ; denn hadd' ick se nich brandmarken künnt hätte ih…

  4. Spezial
    brandmarken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    brand|mar|ken vb.tr. 1 amarscé a füch 2 ‹fig› (kritisieren) critiché (-chëia), stigmatisé (-sëia) .

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Wortbildung

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Zerlegung von brandmarken 2 Komponenten

brand+marken

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Cotta, M. (2026). „brandmarken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/brandmarken/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „brandmarken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/brandmarken/pfeifer_etym. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „brandmarken". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/brandmarken/pfeifer_etym.
BibTeX
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