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bräuchlich

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

bräuchlich

Bd. 2, Sp. 320
bräuchlich , nach beiden bedeutungen von brauch, 11) utilis, nützlich: der wird ein geheiligt fasz sein, dem hausherrn breuchlich. 2 Tim. 2, 21; Christus am creuze war auch ein gemacht werk, das gott wol gefiel, aber es sind drüber gefallen die jüden bis auf diesen tag, darumb das sie nicht ein breuchlich werk im glauben draus machten. Luther 1, 206a; und summa summarum, weil hie s. Paulus sagt, die gewalt sei gottes dienerin, musz man sie lassen nicht allein den heiden, sondern allen menschen breuchlich sein. 2, 195b; daneben dem rat auch ernstlich befohlen, das sie es breuchlich und on abbruch zurichten. 3, 391; sind bräuchlich zu der speis und narung der menschen. Forer fischb. 139b; was ist aber notwendiger und bräuchlicher (dasz ich so sage) dann eben wasser? Kirchhof mil. disc. 165. 22) solitus, hergebracht, üblich, heute meist gebräuchlich: alter sprichwörter eins, ein breuchlichs und gemeins. H. Sachs II. 2, 63d; wie bei ritterrechten bräuchlich. Schweinichen 1, 21; habe in einem samtröcklein, wie dieselbe zeit bräuchlich, aufwarten helfen müssen. 1, 36; wie es hiemit nach jeder nation oder landsweis bräuchlich. Kirchhof mil. disc. 96; weil es aber nunmehr wenig bräuchlich. 217; dasz er dem kaiser und des röm. reichs freiheiten zuwider den herzogen von Florenz, nie präuchlicher weis zum groszherzogen gemacht. bienenk. 132b; gelt einnemen wird dis jahr für den reichthumb bräuchlicher sein und mehr im brauch schweben, dann das ausgeben. groszm. 125; wie breuchlich war. Opitz 1, 5a; ein rinderner verstand und kälberne geberden, dabei ein wölfisch sinn sind bräuchlich jetzt auf erden. Logau 1, 5, 53; wie ehemals zu Rom bräuchlich gewesen. Zinkgr. 31, 12; sitten und ceremonien, so an einem ort bräuchlich, soll man halten. Lehmann 131; nun muste der dienst, wie bräuchlich, zu hofe gesucht werden. colica 177; dasz von unterschiedenen thürmen, wie des morgens umb drei uhr bräuchlich ist, geblasen werde. Schuppius 90; herr, das ist also bräuchlich bei den schützen. Schiller 538b.
2037 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bräuchlich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    * Bräuchlich , -er, -ste, adj. et adv. 1) Was gebraucht werden kann. Ein geheiligt Faß dem Hausherren bräuchlich, und zu…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit braeuchlich

6 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von braeuchlich

brauch + -lich

braeuchlich leitet sich vom Lemma brauch ab mit Suffix -lich, mit Umlaut-Wechsel.

braeuchlich‑ als Erstglied (1 von 1)

bräuchlichkeit

DWB

braeuchlich·keit

bräuchlichkeit , f. consuetudo, was brauch, angewöhnung: eines anständigen gesicherten einkommens ohne sorge zu genieszen, dagegen aber auch…

braeuchlich als Zweitglied (2 von 2)

gebräuchlich

DWB

gebrauch·lich

gebräuchlich , adj. zu gebrauch, gebrauchen, ursprünglich mit weit ausgedehnterem gebrauch als jetzt; vgl. bräuchlich . schon mhd. gebriuche…

ungebräuchlich

DWB

ungebrauch·lich

ungebräuchlich , adj. adv. , gegentheil von gebräuchlich. mnl. ongebrukelijc (-heit); nl. ongebruikelijk; dän. ubrugelig (-hed); schwed. obr…

Ableitungen von braeuchlich (3 von 3)

gebräuchlich

DWB

gebräuchlich , adj. zu gebrauch, gebrauchen, ursprünglich mit weit ausgedehnterem gebrauch als jetzt; vgl. bräuchlich . schon mhd. gebriuche…

Mißbräuchlich

Campe

Mißbräuchlich , adv . (R.) auf eine unrechte, der Absicht, der Bestimmung entgegenlaufende Art gebraucht (abusive ).

Unbräuchlich

Campe

Unbräuchlich , adj . u. adv . nicht bräuchlich oder gebräuchlich, nicht in Brauch. Stieler. Davon die — keit .