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Bordstein

nhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Bordstein

Bordstein

Bord m. ‘Schiffsrand, Schiffsdeck’, in präpositionalen Fügungen ‘Schiff’, und Bord n. ‘Wand-, Bücherbrett’ bilden ursprünglich ein Wort neutralen Geschlechts. Beide sind in nd. Lautung mit unverschobenem d ins Nhd. eingegangen und stehen hier neben ererbtem Bort n. Ahd. bort n. (auch m.?) ‘(Schiffs)planke, -seite, Rand, Kante, Schild’ (9. Jh.), mhd. bort m. n. ‘Rand, Schiffsrand, Brett’, asächs. bord m. oder n. ‘(Schiffs)rand, Schild’, mnd. bōrt m. f. n. ‘Rand, Schiffsrand, Tisch, Brett, Planke’, mnl. boort, bort, nl. boord n. m. ‘Schiffsdeck, Brett, Rand’, afries. aengl. bord n. ‘Brett, (Schiffs)planke, Schiffsdeck, Tisch, Schild’, engl. board, anord. borð n. ‘Brett, Schiffsplanke, -seite, -rand, Tisch’, schwed. dän. bord ‘Schiffsdeck, Tisch, Rand’, got. fōtubaúrd n. ‘Fußbrett, -bank’; das gemeingerm. Wort *burda bedeutet ursprünglich das bestimmten Zwecken dienende ‘Brett’ bzw. das aus Brettern Gefertigte. Die Bedeutung ‘Rand’ geht offenbar von den oberen Seitenwänden des Schiffes aus. Für das Ahd. kommt auch eine Vermischung mit dem zur Wurzel ie. *bhar-, *bhor- ‘Hervorstehendes, Spitze’ gehörenden, also nicht verwandten ahd. brort ‘Rand, Kante, Schiffsbug, Schild’ (um 800) in Betracht. (Im Aengl. und Anord. kann eine solche Vermischung nicht stattgefunden haben, da aengl. brord ‘Stachel, Spitze, Keim’ und anord. broddr ‘Spitze’ semantisch zu weit abliegen.) Die seemännische Verwendung ‘Schiffsrand, -seite, -deck, Schiff’ dringt ins hd. Gebiet offensichtlich vom Norden, von den Küstengebieten her ein. Die Fügung an Bord ‘an Deck’ ist seit dem 15. Jh. bekannt; sie wird von der Luftfahrt übernommen; über Bord begegnet dagegen schon im 14. Jh. Etymologisch gehört schwundstufiges Bord entweder wie Brett (s. d.) zu einer dh-Erweiterung der Wurzel ie. *bher- ‘mit einem scharfen oder spitzen Werkzeug bearbeiten, schneiden’ (s. bohren) oder als endbetontes substantiviertes to-Partizip unmittelbar zur genannten Wurzel. – Bordstein m. ‘Randstein des Bürgersteigs’, älter ‘Randschiefer der Dachbedeckung’ (18. Jh.).
2041 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    BordsteinDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Der Bordstein , des — es, Mz. die — e, eine Art Schiefer, womit man den Bord oder Rand des Daches deckt, zum Unterschied…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bordstein

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Bordstein , Randstein, s. Straßenbau .

  3. Spezial
    Bordstein

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bord|stein m. (-[e]s,-e) ur dl marciapîsc m. , ur dl trottoir m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bordstein

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bordstein 2 Analysen

bordsten + -e + -in

bordstein leitet sich vom Lemma bordsten ab mit Suffixen -e und -in, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: bordsten+-in

Zerlegung von bordstein 2 Komponenten

bord+stein

bordstein setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bordstein‑ als Erstglied (1 von 1)

BORDSTEINKANTE

DWB2

bordstein·kante

BORDSTEINKANTE f . zuss. mit bordstein m. (sichtbarer) rand des bordsteins: 1884 die normale höhe der bordsteinkante ist die in den amtliche…