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blauspat

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

blauspat

Bd. 16, Sp. 1972
blauspat, zu den talkthonen gehörig, blau und undurchsichtig. Krünitz 156, 530; bleispat, plumbum spathosum. Nemnich, vgl. theil 2, 102. Krünitz 5, 695; braunspat, s. theil 2, 327. Krünitz 156, 530; diamantspat, 530—3, vgl.demantspat, theil 2, 918; doppelspat, s. isländischer spat unter b und theil 2, 1271, Krünitz 156, 533: doppelspath Göthe 55, 35 (entopt. farben 25, überschr.); eisenspat, s. theil 3, 374; feldspat, spathum scintillans. Nemnich. Krünitz 156, 533—542: erst fragte man nach quarzkrystallen, dann nach feldspäthen. Göthe 43, 197; fluszspat, fluor spathosus. Nemnich, fluorit. Karmarsch - Heeren3 3, 606 f. Krünitz 156, 543—555. Oken 1, 252 ff., vgl. theil 3, 1858: der eisenglanz spielt eine grosze rolle, ... der kalk, verschieden gesäuert, als fluszspath und apatit. Göthe 51, 104; gipsspat, gypsum spathosum, selenites. Nemnich, auch selenitspath Krünitz 156, 556; gitterspat, mit gitterförmigem gewebe. 555; glasspat, spathum vitreum, solidum, fluszspat. 555; auch für spiegelspat. Nemnich; glinzerspat, Marienglas. Krünitz 156, 556; hohlspat, chiastolith. ebenda; kalkspat, calcareus spathum. Nemnich. Krünitz 156, 556 f., s. theil 5, 68: die marmore, besonders aber die alabaster (kalkspäthe) des landes nehmen sich sehr gut aus. Göthe 43, 110; kieselspat, albit; kohlenspat, s. Krünitz 156, 557; pechspat 558; perlspat, glinzerspat, durchsichtiger glimmer, Marienglas. 556; quarzspat, eine art des feldspats. 558 f., vgl. theil 7, 2328; rosenspat, s. theil 8, 1219; säulenspat, sp. 1905. Krünitz 156, 559—562; schieferspat 152, 491, vgl. theil 9, 7; schillerspat, s. sp. 149, schielerspath, spathum scintillans versicolorum, franz. spath des champs changeant, labradorstein, mondstein. Krünitz 156, 562; schörlspat, vgl. theil 9, 1578 und Nemnich (spathum); schwerspat, theil 9, 2576; selenitspat, s. oben und Krünitz 156, 574; spiegelspat, gipsspat mit spiegelnder oberfläche; stangenspat, spat in viereckigen seiten. Nemnich. Oken 1, 273, eine art des schwerspats. Krünitz 156, 574 f.; tafelspat, theil 11, 23. Krünitz 156, 575; zinnspat ebenda. dd) litteraturbelege lassen gewöhnlich die speciellere bedeutung nicht erkennen: ist (im eisen) noch kupffer, spat, oder ander wildigkeit drinne. Mathesius Sar. 79a; es wird an etlichen orthen spat, talkum und Marien-glasz gefunden. Olearius reisebeschr. 89a; er brâhte her kieʒ unde spat (: rât). feldbauer 313 (Germ. 1, 350a). ee) nähere bestimmung bieten in der ältern sprache die glossen, s. 1, a. ferner: nitrum haiʒt spat. der stain ist weiʒlot und durchsihtich nâhent sam ain glas, und darumb macht man in für die venster an den häusern in etleichen landen, sam in Dürgen. Megenberg 453, 6; in neuerer zeit werden folgende arten als spat schlechthin bezeichnet: e@aα) kalkspat Nemnich. Campe. e@bβ) gips Nemnich. Campe. e@gγ) speciell das fraueneis oder Marienglas, gypsum spathosum, selenites. Nemnich. Adelung. e@dδ) das calcinierte fraueneis der goldschmiede. Adelung; spath der goldarbeiter, spath d'orfevre. Jacobsson 4, 201b. e@eε) spaat, eine weisse gläntzende berg-art, so nirgend zu nutz, als dasz etwa der sogenannte silber-sand daraus gebrannt wird. die bergleute nennen den spaat die ertz-blume, oder auch ertz-mutter, weil er gern auf ertz zeiget. Jablonski 730b (ist der strahlgips, gypsum fibrosum, gemeint, der nach Nemnich als streusand benutzt wird?). — irgend eine gipsart (doch nicht fraueneis) ist wol auch in folgender stelle gemeint: ferner ist auch in den gründen von den steinen, welche glatt, eine sorte noch zu finden, diesen nennt man meistens spath. Engelland und Augspurg reichet uns denselben, und er gleichet dem crystallnen gyps, den man zu Montmastre (?) graben kann. weisser ist jedoch und schöner dieser itzterwähnte stein, und noch glänzender, als jener, sein so angenehmer schein. schuppenweise wächst er immer, und sein wesen voller schimmer hat, nebst mancher andern kraft, eine trocknend' eigenschaft. wenn man will metallen giessen, braucht man gerne diesen stein, als wodurch sie leichtlich fliessen und zum gusz bequemer seyn; auch zum formen wird's genommen. Brockes 9, 53. ff) spat bezeichnet im mittelalter meist einen durchsichtigen stein, der an stelle des glases zu fenstern verwendet wird, vermutlich das Marienglas (e, γ), s. Heyne hausaltert. 1, 235, vgl. die glossen unter 1, a und Megenberg unter 2, e: im alten vocabulario 1482 scheint es, dasz der auctor desselben glas, oder auch frauen-glas für spat gehalten: er setzt: spat, do man venster ausmacht. wie man an einigen orten fenster aus Marien-glas macht. Frisch 2, 293c; sîn wîʒe hût dar ûʒ (aus dem wasser) schein als ûʒ dem glase ein helfenbein unde als ein gilgen blat schînet durch ein lûter spat. Albrecht v. Halberstadt 40b, s. clxxv Bartsch. spat für glas geradezu verzeichnet Schambach 203a. gg) spat wird zu sand zerrieben und zum gieszen benutzt, vgl. e, ε: item ein spat ze gieszen, darein mag man gold, silber oder pley gieszen. nim ain spat lasz jn ein hafner in ein (unglasierten) hafen brennen reib in klain auf einem reibstain ... so nun der sand oder spat herait ist. quelle bei Schm. 2, 690; wann du (zum gieszen) ainen gueten sand machen wilt, so nimb ain saubern spat, zestosz den zu mehl. ebenda. als schönheitsmittel: wâ sint ir shônen vrouwen? choment, ih lâʒe iuh shouwen chrâm den ih iu hân brâht, ... verdergrieʒ unde spât (: hât). Germ. 8, 285, 51 (passionssp.).
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    blauspat

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    blauspat , zu den talkthonen gehörig, blau und undurchsichtig. Krünitz 156, 530 ; bleispat, plumbum spathosum. Nemnich, …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Blauspat

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Blauspat , Mineral, s. Lazulith .

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Zerlegung von blauspat 2 Komponenten

blau+spat

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Cotta, M. (2026). „blauspat". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/blauspat/dwb?formid=S32977
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Cotta, Marcel. „blauspat". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/blauspat/dwb?formid=S32977. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „blauspat". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/blauspat/dwb?formid=S32977.
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