Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Blaker
Blaker
blaken Vb. ‘qualmen, rußen’ (von der Flamme, besonders der Kerze oder Lampe). Mnd. nd. blāken (vgl. mnl. nl. blaken ‘flammen, glühen’, anord. blakra ‘flackern’) dringt Anfang des 19. Jhs. in die hd. Schriftsprache ein, zuerst von Campe 1807 gebucht. Zusammen mit blecken und blinken (s. d.) gehört blaken zu ie. *bhleg- ‘glänzen’, einer Erweiterung der Wurzel ie. *bhel- ‘glänzen(d), weiß’ und ist verwandt mit lat. flagrāre ‘flammen, brennen, lodern’, lat. fulgē̌re ‘blitzen’, griech. phlégein (φλέγειν) ‘entzünden, verbrennen, leuchten’. Für blaken ist von einer Bedeutung ‘glänzen, leuchten’ auszugehen, die sich über ‘brennen’ zu ‘qualmen, rußen’ entwickelt. Vom Verbum abgeleitet ist die nd. Bezeichnung Blaker m. ‘Leuchter’, in der hd. Schriftsprache seit Mitte des 18. Jhs. Entsprechend mnl. blaker ‘(Hänge)lampe’, nl. blaker, aengl. blǣcern, blācern ‘Kerze, Licht’, norw. blakkert ‘Leuchter’; vgl. Nordwestgerm. Wortschatz (1965) 33 ff.