Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
biule swstF.
2 als Folge einer Krankheit
1 als Folge einer Verletzung (s.a. bûlslac ): dô wart von swæren stüelen durch helme biulen vil geslagen NibB 1931,4; RvEWh 6705; HvNstAp 2482; Seifrit 3349; im wunden und och buͦllen gross / bi win und dem mette / wurdent von dem spilbrett SHort 4148; man pand sy zu zwain sewlen / und warff in grosse pewlen / mit ungefugen stainen / zu dem haupt und zu den painen HvNstAp 17190; ~ enphâhen Ottok 67958; ~ erwerben RvEWh 7701; ~ haben Ottok 35156; ~ machen HBirne 200; ~ tragen Parz 75,8; Wig 8439; Ottok 67963; ~ vrumen Wh 20,28; Kreuzf 7234. – bildl.: wie ich so gar verwundet were / von irre mynnen lantzen. / ich bat sie mit truwen gantzen / daz sie mich tet niht fuͤlen / und miner sorgen bulen / und leydes wunden mecht gesunt Minneb 1852. – Sprichw. (TPMA 13,240): ob ich [Geizhals] verlür / ein halbez scherf [...], / waz hülfe mich frumer liute wort? / ein slac ein biule, ein wort ein wint! Renner 4525; dâ ist rede ein wint, ein slac ein biule [da wird nicht erst geredet, sondern gleich tüchtig zugeschlagen (Wießner, Komm., S. 113)] Neidh WL 9:7,7 2 als Folge einer Krankheit: welch ros den pirczil [eine Pferdekrankheit] hot czwischen huyt unde fleysche, zo durch burne dy bule unde gus hirssyn unslit dorin Albrant 3,42; wo der [ bürzel ] lyt, do wirt eyne buͤle als eyn nos ebd. 3,6. 1,24
MWB 1 836,33; Bearbeiter: Tao