Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
bezeichenunge
2 zumeist speziell: ‘geistliche Bedeutung’
3 ‘(äußeres) Zeichen’
1 ‘Bedeutung’, allgemein: uwer treum hant große bezeichung und sint schwere Lanc 500,24; ähnl. RvEAlex 15412; die sternen sint dir [Gott] gar bekant / mit ir bezeichenungen KLD:Kzl 2: 1,12 2 zumeist speziell: ‘geistliche Bedeutung’ daz buoch uns saget welich bizeichinunge ditze habet. / diu nâtere bizeichinit hônchust, der hurnt wurm den Antichrist Gen 2850; daz [die Elemente der Liturgie] het alliz einen geistlichen sin vnde eine toͮgine bezeichenunge Lucid 69,13; PrOberalt 43,42; Spec 101,8. – di vorborgine bezeichenunge des rîches gotes [ mysteria regni caelorum ] EvBeh Mt 13,11; Albert 655. – daz ewartum daz si do begiengen in der alten e daz niur ein bezaichnung waz [ praefigurabat ] des ewartumes daz man nu beget in der heiligen christenheit PrOberalt 157,16. 74,15; u.ö. 3 ‘(äußeres) Zeichen’ nu nim daz guode horn min. / daz sal die bezechenunge [Notsignal] sin Roth 3681; svlche bezeichennvnge [das Wunderzeichen bei dem Brandopfer der Trojaner] , / diz ist wandelunge / [...] vnser finde ere / wirt schiere an vns gewant. / dise stat [...] wirt vns kvrtzliche Herb 15798; KvWTroj 21698. 21715; Tauler 126,17
MWB 1 761,54; Bearbeiter: Hoffmann