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bezeichenen

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MWB
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Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

bezeichenen swV.

Bd. MWB 1 760, Sp. 21
bezeichenen swV. auch bizeichenen. 1 ‘etw. bedeuten, symbolisieren, (allegor. oder typolog.) Sinnbild für etw./jmdn. sein’ (sehr häufig in relig. Lit.)
2 ‘etw. anzeigen’
3 ‘etw./jmdn. bestimmen, etw. festlegen’
4 ‘etw. mit einem Zeichen versehen, be-/versiegeln’
   1 ‘etw. bedeuten, symbolisieren, (allegor. oder typolog.) Sinnbild für etw./jmdn. sein’ (sehr häufig in relig. Lit.): den vater wunter nam waz daz [Josephs Traum] scolte bezêchenen Gen 1767; hier begin ih einna reda umbe diu tier uuaz siu gesliho bezehinen ÄPhys 1,2; daz [die Geschehnisse des Alten Testaments] was allez geistlich, / daz bezeichnot christinlichiu dinc VEzzo 336; der hilig vater sprach ‘ditz ist mein liber sun’, daz bezaichent [ significat ] : so der mensch getauft wirt, so ist er gotes chint PrOberalt 32,30. – mit Akk.d.P.: die [ sunne ] bezeichent den waren gotis sun. so betútet der mane die cristenheit Lucid 125,15; mit sinem amt [als Hirte] bezaichent Davit unsern herren PrOberalt 18,13; Gen 2774; TrudHL 88,22; Konr 18,7. – mit Akk.d.S.: daz dîu dîerer gerno in déro hôhe sint, daz bezêichenet dîe hôhon unte dîe incomprehensibilem maiestatem Christi Will 36,9; der uîcpoum bezeichenôt die diemuͦt, der oleboum bezeichenôt die erbarmede TrudHL 41,17; PrOberalt 104,19; MarlbRh 128,1. – mit Obj.-Satz: daz er aue ein horn habit, daz bezeichinot daz Christ sprach, ich unt min uater wir birn ein JPhys 3,19; div tvbe zivhet oͮch fremediv ivngide. da ist vns mite bezaichenet, daz wir barmherze svln sin Spec 36,20; Hochz 779; MarlbRh 126,2; Lanc 121,19. swel man ein guot wîp hat / unde zeiner ander gât, / der bezeichent daz swîn MF:Her 5:3,3    2 ‘etw. anzeigen’ wenne diu sunne in irm aufganch des morgens rôt scheint oder tunkel oder wenne si verporgen ist under den wolken, daz bezeichent regentage BdN 58,7; Roth 1109. – in med. Zusammenhang: nu sulle wir sagen [...] waz ir iglichez bezeichen an dem harne, ich meine di substantiam vnde di uarbe vnde di quantitatem SalArz 110,42 u.ö.; wie des menschen gestalt und seiner glider schickung uns bezaichent sein nâtürleich siten BdN 42,18. 36,26    3 ‘etw./jmdn. bestimmen, etw. festlegen’ abir dar nâch bezeichente [ designavit Lc 10,1] her ouch andere zwêne und sibenzic [Jünger] EvBeh Lc 10,1 (ebenso EvAug 157,13 ); er bezeichente da mite [mit einem Olivenzweig] / fride [...] nach der alden gewonheit Herb 15279; der erste buochstabe an der ersten sillaben bezeichint wel tage verworfen si MNat 18,10; daz er ir eine stat bezeichente do sú in sinen eren eine kirche buwete ElsLA 822,13; ThvASu 54,10. 18,11; BdN 168,25    4 ‘etw. mit einem Zeichen versehen, be-/versiegeln’ si gingen hin vnd vmbgaben daz grab vnd bezeichenten den steine [ signantes lapidem Mt 27,66] EvAug 74,24; kandel [...] diu geprant und bezaichent ist mit der stat zaichen StRMünch 426,4. 277,15; disen brief bezâichent mit minem jnsigil UrkCorp N633,33. 1520,5 u.ö.; HeslApk 12464. 12491

MWB 1 760,21; Bearbeiter: Hoffmann

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bezeichenenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    be-zeichenen swv. BMZ bildl. vorstellen, mit einem zeichen ausdrücken Gen. Pred. Barl. Wack. pr. 41,45 ff. Msf. 29,29 u.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bezeichenen

3 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bezeichenen

be- + zeichenen

bezeichenen leitet sich vom Lemma zeichenen ab mit Präfix be-.

bezeichenen als Zweitglied (3 von 3)

vorebezeichenen

KöblerMhd

vore·bezeichenen

vorebezeichenen , sw. V. nhd. „vorbezeichnen“, vorherbestimmen E.: s. vore (1), bezeichenen W.: nhd. (ält.) vorbezeichnen, sw. V., „vorbezei…

ūzbezeichenen

KöblerMhd

ūzbezeichenen , sw. V. nhd. durch ein Zeichen kenntlich machen Q.: Chr (14./15. Jh.) E.: s. ūz, bezeichenen W.: nhd. DW- L.: Lexer 472c (ūzb…