Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
bevriden
2 ‘einen Streit beilegen’
3 ‘etw. umfrieden, einhegen’
1 ‘Friede gewähren, schützen, sichern (vor jmdm./etw.), mit Akk. (und vor/von/ Gen.)’ da uore uns daz cruce muze befriden Litan 683; den du, herre, wil bevriden, / der ist behalden unde irneren SüklV 654; sît ich ân einen vrumen man / mîn lant niht bevriden kan, / so gewinn ich gerne einen, / [...] den ich sô vrumen erkande / daz er mînem lande / guoten vride bære Iw 1910; den sie den zol nement, die sulen si beuriden vnd geleiten nach ir macht als verre als ir gerichte gat UrkCorp (WMU) 494,14; waz ist gewaltes im gezalt, / sol in menschlîch gewalt / bevriden zallen stunden / von sînen nâchkunden? RvEBarl 13025; ich wil befriden disen walt / vor iu. ir muͤzet ligen tot Rennew 34040. – refl.: swer sich vor schanden wil bevriden / der mac geborgen niht dem lîbe / noch dem guote noch den liden [darf sie nicht schonen] Winsb 43,8; swaz ir liden sult / [...] vur den der sich vor uch bot / des sult ir nimmir vch bevriden / wande er es wandelt in ein gut PassI/II 300,74 2 ‘einen Streit beilegen’ di suln danne komen [...] zuͦ denselben [Streitparteien] und suln den krieg befriden und understene bei ir aiden, so si peste muͤgen, si ge der kriege an oder niht NüP 105 3 ‘etw. umfrieden, einhegen’ ein boumgart umb daz hûs lac: / den bevridet ein vestez hac Wig 669; der in dem selben hove sitceth, der sol in wol befridet han UrkCorp (WMU) N818,15. – übertr.: stain und raiff guldin / daz bilde so bevritten, / uz maniger goltsmitten / was diu kunst getriben WhvÖst 13997
MWB 1 740,22; Bearbeiter: Plate