be-staden: 1. einen b. a. unterbringen an eine gute Stelle;
die bestajden de Kinder bej guje Lüj Rees. — b. beerdigen;
NN. lett ow beje (beten, bitten),
de Moder te Erde helpen te b. Geld-Winnekendonk. — 2.a. heiraten Verbr. nach Wk. III 17 (heiraten); hiernach ist das Wort durch
heiraten auf die beiderseitigen Ränder zurückgedrängt, im W. auf die WEif, WRand des Rip, im O. auf den Westerw, Siegld, ORand des Berg; der rhfrk., mosfrk. Zwischenraum weist noch zahlreiche Restpunkte auf, die das Wort z. T. schon veralt. aufweisen; auch im sndfrk. Geb. von
trauen gibt es noch zahlreiche Restpunkte; lautl.
-ādə(n), –ā:- [an den Restpunkten des Rhfrk
-ārə, Part. -stāt, dies auch Altk, Siegld; Altk auch
-rə, –rn; WMosfrk
-ăd-, –ōă-, –ūə-; Malm-Büttgenb Nidrum
-ad-; Lommersw
-:d-; Koch-Hambuch (
Part. -štęt), May-Galenb
-ęd-, Part. -stā:t; Ahrw-Fronr
-E:d-; Altk (Sieg), Waldbr, Gummb
-ā(ə)n, Part. -stat; SNfrk
-ānə, Part. -stat, dies auch NBerg];
sech b.; die gohn sech b.; he get bestad (WMosfrk);
he es bestad; seit, dat eich bestad sen; hen as no N. bestad; hen hot e Mädche bestad; onbestad unverheiratet Allg.;
de Hännes hät dat Treng (Trina)
bestäd geheiratet Ahrw-Fronr; selten
he (se) es bestad met der (dem); statt dessen
he (se) hät die (den) best. Allg;
en goden Bestadd douhn eine reiche Heirat Lennep. RA.:
B. on am (im)
Himel as ent (eins) Bitb-Ammelding Erdrf.
He hät et B. in de Nase will heiraten Lennep.
B. schangschiert schafft Änderung Eup.
Et B. as got, fir de Nore weis (vernünftig)
ze machen Prüm-Waxw.
Et B. an (u.)
de Kehhandel as e kridelig Geschäft Bitb-Mettend.
E Bauer, den de Fohn (Fahne)
dreht, en Oss (Ochse),
den om Won geht, e Framensch, dat op em B. steht, de lossen sech net omhalen (zurückhalten) Prüm-Krautschd Ringhuschd.
Zom B. gehüre zwei Schleid-Einruhr.
Werer (Wetter so schön)
zom B. Siegld.
Bestad dich net us dem Klockeklang, dat reut dich de Levvelang! Dür-Golzh.
We sterft, wird geluəft (gelobt),
on we sich bestad, de w. veracht Monsch-Rohren;
wer geloəft were well, moss sterwen; wer geschannd w. well, moss sech b. Gummb.
We sech bestadd, es noch net begrawe MGladb, Erk, Aach, Monsch.
Der Wass (Weizen)
bleht, der W. bl., de Hawer geht en Schode, mei Modder sät, m. Vadder s., ech därft mech net b. Neuw-Dierd.
We soch bestadd, hät et half Bruət der Mann muß nun für zwei sorgen MGladb, Erk.
Mer hät sech flott jet bestad, wat enem seng Leəwen lang schad Waldbr-Bladersb, Rheinb-Meckenh
(ivig schad); en bess-chen bestad hät mänchem vill geschad Altk-NFischb.
Wierste got bestad! dann erlebst du noch etwas Prüm, Allg.
Gefreit ös net bestadd MGladb-Neuwerk.
Bestad heəscht et de Eərd vermiəhre, dann ävvel auch der Hömmel ziere Kinder zu erzeugen u. zu verlieren Aach-Stdt.
Got gebacke spiərt mer e paar Woche; g. geschlachtet e ganz Joahr, g. bestad e g. Lewe Siegld-Netphen.
Et se well (wohl)
vill reicher Leit bestod gen a vill armer L. gestorwen Bitb-Roth.
He get bestod, dann get et em rondom besser Bitb-Betting.
Wann e bestod get, so de Lett (Leute),
gihn em de Auen op, mir sein se awer zogang, sot de Man Bitb-NWeis.
Ärm Manns Renger (Rinder)
on rike M. Kenger (Kinder)
send gau (schnell)
bestadd MGladb, Erk.
Ech bin so rotzig wie en jong Der (Dirne),
sät de Frau, du wor se drei Dag bestadd Kref-Osterath.
En Paar Bein (en spetze Borscht) han wie en bestadde Hahn (
Sprohl »Star«) Berg;
he geht doröm wie ne b. H. Schleid. —
Ich sen net an et (
z. B. an das Stück Vieh, an die Sache)
bestad nicht dran gebunden, kann es vermissen Altk, Allg. — b. übertr.
de Hawer hät sek bestadd ist in Körnern, bald reif Gummb-Berghsn.