Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Besan m.
Besan m.
Besan m. ‘Gaffelsegel am Hintermast’ und ‘Hintermast’, öfter in verdeutlichender Zusammensetzung Besansegel, Besanmast, eine Entlehnung (Mitte 17. Jh.) aus nl. bezaan, mnl. besane ‘Gaffelsegel am Hintermast’ (mit anlautendem b-, wohl unter Einfluß der Vorsilbe mnl. nl. be- umgebildet aus spät bezeugtem mnl. mesane), das wie gleichbed. dän. schwed. mesan, ferner span. mesana ‘Hintersegel, Hintermast’ und (in der Bedeutung abweichendes) mfrz. frz. misaine ‘Vorsegel, Vormast, Fock’ (woraus entlehnt engl. mizen, mizzen ‘Hintersegel’, älter auch ‘Hintermast’) auf ital. mezzana ‘Hintersegel, Hintermast’ zurückgeht. Direkt an das Ital. schließen sich ältere dt. Formen mit m-Anlaut wie frühnhd. missanen ‘Besansegel’ (15. Jh., vielleicht vom Deminutivum ital. mezzanino), maßane ‘Hintermast’ (16. Jh.) an (vgl. noch Mesann, Mesahn mehrfach im 18./19. Jh.). Ital. mezzana ist substantiviertes Fem. von ital. mezzano ‘in der Mitte befindlich, mittel’, aus gleichbed. lat. mediānus (vgl. auch mlat. medianum ‘Besansegel’), zu lat. medius (s. Medium). Die Benennung erklärt sich vermutlich daraus, daß das Besansegel zwischen Großsegel und Heck (bzw. das Vorsegel zwischen Großsegel und Bug) gesetzt wird. Unwahrscheinlich ist Herleitung von ital. mezzana aus arab. mazzān ‘Mast’, das vielmehr selbst aus dem Ital. stammen kann.