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beleibt

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

beleibt

beleibt

Leib m. ‘(menschlicher, tierischer) Körper, Unterleib, Bauch, Magen’, ahd. līb ‘Leben, Lebensweise’ (8. Jh.), mhd. līp ‘Leben, Körper, Magen’, umschreibend ‘Person, Mensch’, asächs. mnd. līf, mnl. nl. lijf, aengl. līf, engl. life, anord. līf, schwed. liv gehört wie leben (s. d.) zu der unter bleiben (s. d.) angeführten Wurzel. Leib wird in seiner alten Bedeutung ‘Leben’ vom substantivierten Infinitiv Leben n. verdrängt; vgl. dazu die paarige Rechtsformel Leib und Leben (16. Jh.). – beileibe Adv. ‘bestimmt, wirklich’, meist beileibe nicht ‘wahrhaftig, wirklich nicht, unter keinen Umständen’, eigentlich ‘beim Leben (nicht)’, frühnhd. (16. Jh.) bey leyb, bei leib, beyleib (nicht). leibeigen Adj. ‘persönlich unfrei, hörig’, spätmhd. līpeigen, entstanden aus der Formel mhd. eigen von dem lībe ‘mit dem Leben, dem Leibe jmdm. zugehörig’; Leibeigenschaft f. ‘völlige rechtliche Abhängigkeit der Bauern (und Handwerker) vom Feudalherrn’ (15. Jh.). leiben Vb. ‘einen Körper bilden, leben’ (16. Jh.), nur noch in der Wendung wie er leibt und lebt. einverleiben Vb. ‘zu einem Ganzen verbinden, in etw. aufgehen lassen, eingliedern’ (15. Jh.), für spätlat. incorporāre, Kontamination aus gleichbed. einleiben und verleiben (beide 15. Jh.). entleiben Vb. ‘ums Leben bringen, töten’, mhd. entlīben, mnd. entlīven, reflexiv ‘sich selbst umbringen, Selbstmord begehen’ (17. Jh., vereinzelt 14. Jh.). Entleibung f. ‘Mord, Todschlag, Selbstmord’ (16. Jh.), mhd. entlībunge ‘Tod’. Leibrente f. ‘Rente auf Lebenszeit’, frühnhd. leyprente (1400), mnd. līfrente (14. Jh.). leibhaft Adj. ‘wirklich und wahrhaftig, echt’, ahd. lībhaft(i) ‘lebend’ (um 800), mhd. līphaft ‘Leben habend, lebend, mit Körper versehen, wohlgestaltet, persönlich’. leibhaftig Adj., mhd. līphaftic. leiblich Adj. ‘den Leib betreffend, körperlich, wirklich, blutsverwandt’, ahd. līblīh ‘lebend, lebendig’ (9. Jh.), mhd. līplich ‘körperlich, persönlich, leibhaftig’. beleibt Adj. euphemistisch für ‘dick, korpulent’ (Campe 1807). Leibchen n. ‘(den Leib bedeckendes) westenartiges Kleidungsstück, Mieder’, anfangs auch ‘kleiner Körper’ (17. Jh.), wohl nach dem Vorbild frz. corselet m. (abgeleitet von frz. corps m. ‘Körper, Leib’). Leibesübung f. ‘Übung zur körperlichen Ertüchtigung, Sport’ (16. Jh.). Leibgarde f. ‘militärische Einheit zum persönlichen Schutz, besonders eines regierenden Fürsten’ (um 1600); vgl. älteres Leibgewardi (16. Jh.), mfrz. frz. garde du corps.
2434 Zeichen · 102 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Beleibt

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Beleibt , adj. et adv. welches von dem ungewöhnlichen Verbo beleiben, nur in den Ausdrücken schwer beleibt, mit einem sc…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    beleibt

    Goethe-Wörterbuch

    beleibt a dick, korpulent Seine [ Hofrat Huisgens ] Gestalt war groß, lang ohne hager, breit ohne b. zu sein 26,254,5 Du…

  3. modern
    Dialekt
    beleibtAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    be-leibt Adj. : ' dick, fett ', vom Menschen, beleibt [ KU-Bedb , LU-Limbghf ]. Rhein. V 330 .

  4. Spezial
    beleibt

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|leibt adj. 1 corpulënt (-nc, -a) 2 gros (-sc, -ssa) 3 (dick) toch (toc, tocia) 4 (fett) gras (-sc, -ssa).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beleibt

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

beleibt‑ als Erstglied (1 von 1)

beleibt als Zweitglied (1 von 1)

wohlbeleibt

DWB

wohl·beleibt

-beleibt , adj. , starken leib habend, robust, dick, fett, vgl. wohl I A 5 d ε . wolbeleibet corpulentus nomenclator lat.-germ. (1634) 206; …

Ableitungen von beleibt (1 von 1)

unbeleibt

DWB

unbeleibt , adj. , gegentheil von beleibt zeitschr. f. d. wortf. 4, 126. nicht leiblich, körperlos: das scheinet, als ob das leibliche mit d…