Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
bedunken swV.
1.1 mit Akk.d.P.
1.1.1 mit Akk.d.P. und Gen.d.S.
1.1.2 mit Akk.d.P. und Obj.-Satz
1.1.3 mit Akk.d.P. und Gen.-Pron. des als Stütze des abh. Satzes
1.2 mit Dat.d.P. und Gen.-Pron. des als Stütze des abh. Satzes
1.3 mit Akk.oder Dat.d.P. (?)
2 subst. ‘Meinung, Nachdenken, Grübelei’
1 ‘jmdn. dünken, jmdm. scheinen’ (unpersönl.) 1.1 mit Akk.d.P.: swenne man das vorgenant lieht nit brandie [...], alz es durch reht brinnen sol vnd alz da vor gescriben stat, vnd betunch das Frikken Grauen, den smit von Lindowe, ald sine erben [...], so sont sie gewaltige sine ze nement von dem vorgenanten múnster das vorgenant lieht UrkCorp (WMU) 3297,30 1.1.1 mit Akk.d.P. und Gen.d.S.: des bedûhte wol den herzogen Ottok 31522; niemer wirde ich âne wer. / bestât er mich, in bedunket mîn eines lîbes ein ganzez her MF:Reinm 21: 3,6 1.1.2 mit Akk.d.P. und Obj.-Satz: ich weiz mich bedûhte, [...], / wie sunne und mâne zuo ze mir chôme Gen 1763; nu bedûhte si zehant, / daz er die lâge hæte erkant Tr 14713. 10605; daz aber dich bedunket, daz da ewigs liht sei, darzu spreche wir, daz der luft da neblik ist KvMSph 51,2; Iw 2996; MF:Mor 22:2,4; BdN 228,22 1.1.3 mit Akk.d.P. und Gen.-Pron. des als Stütze des abh. Satzes: der dachte wider an daz leben, / wande in des beduchte, / daz her wol genesen mochte GrRud Hb 51; si bedûhte des, er wære guot Iw 3808; wand mich des beduhte, das si sunderlich wunder worchti Mechth 6: 16,18; Parz 400,13; Greg 2837; SM:KvL 20:2,6 1.2 mit Dat.d.P. und Gen.-Pron. des als Stütze des abh. Satzes: si slûgen unde viengen, / swaz si ir begiengen. / swem des bedûhte, / daz er untflîhen nit ne mohte, / der sencte sih an der stunt / nider an des meres grunt SAlex 1151; wer ouch, dat jre des beduchte, dat si an deme vorgenanten gude jren vollen nit enhedde UrkCorp (WMU) 111,47 1.3 mit Akk.oder Dat.d.P. (?): so volgt darnach, daz ain stern an dem selben tail uns neher wer und bedeuht uns groͤzzer, wanne so der selb stern wer an ainem andern tail dez himels KvMSph 13,9 2 subst. ‘Meinung, Nachdenken, Grübelei’ da hueb aber ein andrew [junge Frau] an / und tet ir pedunkchen schein, / der sey daucht ein gutter [Ritter] sein Teichn 604,39; ez sprechent auch etleich, daz der han des nahtes die unrehten und die grausamen fürsätz oder daz grausam bedünken an krankmüetigen läuten vertreib mit seim gesang BdN 192,20; PassI/II 287,88
MWB 1 472,6; Bearbeiter: Schnell