Back I
-a- NRip, Nfrk;
-ǫ- Kempld, Pl.
-ę- [Eup
bagə], Demin.
bękskə Nfrk [Eup
bęgəlχə];
bakχə (
s. u. 1 b)
m. [
n. Köln-Frechen. Dür-Winden (Pl.
bagə)]: 1. Becher. a.
Bäckske Trinkbecher Klev. — b.
Bäckske Nfrk; Mosfrk (hier nur diese Bed), Rip
Backche Obertasse ohne Henkel, breit, bauchig, ohne Untertasse (
Schälchen). Die umgelautete Form
Bäckche ist Rip nur vereinzelt bezeugt: Eusk-Zülp Gymnich, Köln-Niehl, Mülh Rh-Glöbusch Odenth, Sol-Leichl. Für
Backche vereinzelt auch
Packche (offenbar in falscher Anlehnung an
packen anfassen) nur da, wo
Back in andern Bed. nicht mehr vorkommt, so in Kobl-Bend Vallendar, Neuw-Erpel,
[]Koch-Eller, Goar-Trechtinghsn, Ahrw-Remag. [Als nicht Demin. ist
Back grosse Tasse nur aus Monsch, Bergh-Hüchelhv bezeugt]. — 2. Becken. Trog, Schüssel, Kumpen, Kasten; allg. Bezeichnung für alle tiefen Gefässe von Holz, Eisen, Porzellan, Emaille usf. von runder, ovaler oder viereckiger Form, meist in der Grösse einer mittlern Packkiste. Syn. Trog, Kump, Kasten, Schuttel; jede
Kump ist ein
B., aber nicht umgekehrt. Die mannigfaltigsten Bed.beziehungen ergeben sich daraus im Nfrk, während im Rip nur einzelne, bestimmte Anwendungen vorkommen und sich das Mosfrk ganz und gar mit
Backche Obertasse begnügt. a. Regensarg; auch
Reənb. Aach, Geilk-Ueb. — b. Treibkasten des Mistbeetes; Kasten, in denen man zur Erzielung früherer Ernte etwa Bohnen und Erbsen einsetzt, um sie nachher
uttepoten Kemp, MGladb-Hockst, Emmerich. Deshalb auch
Buəhnen-, Erətenb. RA.:
Hej hät gen Saat in't Bäckske er hat kein Geld Klev. — c. Haushaltungsbecken aller Art Nfrk allg. (daher auch die Belege; die rip. sind eigens gekennzeichnet). Backtrog,
ca. 1½—2 m lang aus Holz; auch
Mengb.; Brotkasten mit schrägen Wänden, in dem früher das geschnittene Brot auf den Tisch kam,
Bruətbäckske; Schlachtmulde, in dem das Schwein abgebrüht wird Neuss-Kaarst; Pökelfass Jül-Alsd;
Bäckche Schüssel zum Abrinnen der Molke vom Käse Bergh-NEmbt; Waschbütte,
Waschb. Rees, Dinsl, Erk-Elmpt; Spülnapf,
Spölb.; Kohlenkasten,
Kolleb.; auch Aach, Dür;
Grussb. Wesel; Kasten zur Aufnahme des zerkleinerten Holzes,
Holtb.; Kiste zum Aufbewahren von Nägeln, Hammer; Aschenschublade des Ofens,
Aschb.; Wandkasten für Fidibusse,
Fentenb.; Kasten, in dem der Barbier sein Werkzeug trägt,
Scheərbäckske; Schaumbecken,
Sepbäckske; Spucknapf,
Spei-, Spuckb. (auch Aach); Mörteltragbehälter, auch
Spisb. (auch Köln, Eusk-Dirmerzh); Kasten, in dem die Maurer Kalk löschen und Mörtel bereiten,
Koləksb.; Stosstrog, 1½ m langer Holzkasten, in dem die Rüben fürs Vieh gestossen werden,
Stuətb.; Heckselmaschine, man unterscheidet den
Schnib. (alt) und den
bergsche B. mit Gabel, die das Stroh zum Schneidemesser drückt und der
Wepp, die das Messer hinaufhebt Mörs; die Schalen an der Wage,
twe Bäck Klev-Asperden, Eup. —
d. Schüssel, Trog für Nahrung von Mensch und Vieh. α. Schüssel. RA.:
Enem obem B. legge jmd. zur Last fallen, bes. bei Besuchen Klevld.
Den let die Löj den helen Dag op den B. Die leggen dem ter gujen Tit op dem B. essen gewöhnlich auf dessen Kosten.
Enem dem B. höger setten den Brotkorb höher hängen Mörs-Binsh.
Achter den B. setten tüchtig beim Essen zulangen
ebd.; eine vorteilhafte
[] Position haben,
z. B. beim Kartensp.
Die freəten samme ut ene B. sind gute Freunde Kemp-Brüggen. Auch für den Inhalt selber:
Doa häste dej äver em Bäckske geret gemak, dat kös wal vör drei Däg bestohn Kemp. — β. Futtertrog, meist aus Stein, 2 m lang, ½ m breit; grössere meist in der Länge des ganzen Stalles aus Backsteinen aufgemauert und mit Zement verputzt
Ferkes-, Pogge-, Kouw-, Peərds-, Gosb. Allg., auch
Fujərb. Die Kuh mutt jet feəhlen, die geht nit op dem B. an Kemp. RA.:
Hej hät met de Pöt enen B. gesetten er ist betrunken Mors. — Im Rip ist für Aach Regen-, Kohlen-, Spuckb., für Dür Kohlenb., für Köln Spisb., für Bergh-NEmbt Käseschüssel überliefert; andere Beziehungen sind Rip kaum gebräuchlich. — e. Wagenrumpf,
Karəmb., aus Brettern zusammengeschlagener Kasten, in dem die Bauern die Kälber zum Metzger oder zur Bahn bringen Kemp. Abgestellter Raum für neugeborene Kälber Geld, Klev. —
f. scherzh. α. grosse Holzschuhe.
Wat hät de ene par Bäck an de Füt! Kemp. — β. Bett.
Krup mar ent Bäckske! ebd. — 3. Gefängnis Mörs-Xanten Rheinbg, Klev-Appeld, Bitb-Nussbaum Bollend Malbergw Kyllbg;
bęk Bitb-Malbergw. — 4. in der Rheinschifferspr. a. Ueberbau des Vorderdeckes. — b. Becken, Schüssel, Kasten. — c. Tisch für die Mahlzeiten der Mannschaft. —
d. Spottnamen für ein plumpes, kastenförmiges Schiff.