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Aussig

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Aussig

Bd. 2, Sp. 153
Aussig, Stadt im nördlichen Böhmen, links an der Elbe, in die hier die Biela mündet, in romant scher, fruchtbarer Gegend 140 m ü. M. gelegen, Knotenpunkt der Eisenbahnlinien Prag-Bodenbach, A.-Teplitz, A.-Bilin und durch Zweigbahn mit der Nordwestbahn Wien-Tetschen verbunden, hat ein Rathaus, eine Stadtkirche mit Madonnenbild von Carlo Dolce, ein Denkmal Josephs II. und (1900) 37,265 (meist deutsche) Einw. Handel und Industrie von A. sind sehr bedeutend. A. hat eine große chemische Fal rik (2600 Arbeiter), das größte derartige Etablissement Österreichs, ferner ansehnliche Fabriken für Damenkleiderstoffe, Maschinen, Glas, Tonwaren. Lacke, Öl, Seife, Kerzen, Zuckerraffinerie, Bierbrauerei, Gerbereien und Schiffbauanstalten. A. ist ein wichtiger Zentralpunkt des nordböhmischen Verkehrs; es hat zwei Elbhäfen, ist Station der Elbdampfschiffahrt mit großen Umschlagplätzen. Die wichtigsten Handelsartikel sind Braunkohle (1901 wurden hier 1,99 Mill. Ton. verschifft) und Zucker (295,000 T.). A. ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft, eines Bezirksgerichts und Hauptzollamts und hat ein Kommunal-Obergymnasium, eine Handelsakademie, Museum, Krankenhaus, Gas- und Wasserleitung, Elektrizitätswerk und elektrische Straßenbahn. Oberhalb der Stadt liegt die Ferdinandshöhe mit schöner Aussicht und am rechten Ufer der Elbe, 3 km oberhalb A., auf steilem Felsen die malerische Ruine Schreckenstein. über dieser die Hohe Wostrey (585 m). – Die Stadt, seit Ottokar II. königliche Stadt, 1282 an Brandenburg verpfändet, aber bald zurückerworben, wurde in der Hussitenzeit an Meißen verpfändet und 1426, von den Hussiten zerstört. 1538 eingeäschert, erhielt A. als »allzeit getreue Stadt« 1547 Sitz und Stimme im Landtag. 1639 ward A. von den Schweden unter Banér erobert. A. ist der Geburtsort des Malers Raphael Mengs. Vgl. Feistner, Geschichte der königlichen Stadt A., bis 1547 (Reichenberg 1883); »Urkundenbuch der Stadt A. bis zum Jahre 1526« (Prag 1896). Wagner, A. und seine Umgebung (Aussig 1902, 2 Tle.); Moißl, Der politische Bezirk A. (das. 1887).
2060 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Aussig

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Aussig , böhmische Stadt im Kreise Leitmeritz, an dem Einfluß der Biala in die Elbe, an der sächs. böhm. Eisenbahn, 3200…

  2. modern
    Dialekt
    außigPräp.

    Pfälzisches Wb.

     außig Präp. : ' außerhalb '. a. 1652: von einem Acker außig dem Gässels Pfad [SpeyGgHospR]. a. 1764 u. 1770: außig des…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aussig

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von aussig

aussen + -ig

aussig leitet sich vom Lemma aussen ab mit Suffix -ig, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von aussig 2 Komponenten

aus+sig

aussig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

aussig‑ als Erstglied (1 von 1)

Aussiger

GWB

aus·siger

Aussiger ‘A. Bote’: der (von Teplitz) nach Aussig gehende Bote B23,372,8 Stolz 28.6.13 Maria Erxleben M. E.

aussig als Zweitglied (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „aussig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aussig/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „aussig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aussig/meyers. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „aussig". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aussig/meyers.
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