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ausnüchtern

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Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ausnüchtern

ausnüchtern

nüchtern Adj. ‘nicht gegessen und getrunken habend, mit leerem Magen, nicht betrunken’, übertragen ‘besonnen, leidenschaftslos, phantasielos’, ahd. nuohturn (10./11. Jh.; dazu die Weiterbildung nuohturnīn, um 1000, z. B. in nuohturnīn sīn ‘sich einer Sache enthalten’), mhd. nüehtern, auch schon ‘nicht betrunken’, mnd. nöchteren, mnl. nuchteren, nuchterne, nl. nuchter sind entlehnt aus lat. nocturnus ‘nächtlich’ (zu lat. nox, Genitiv noctis, s. Nacht). Die vom Lat. abweichende Vokallänge erklärt sich durch Angleichung an die einheimischen Bezeichnungen für ‘Morgenfrühe, Dämmerung’ ahd. uohta (um 1000), mhd. uohte, uhte, nhd. (landschaftlich) Ucht, asächs. ūhta, mnd. uchte (verwandt mit Nacht). Es handelt sich wohl um ein in den Klöstern entstandenes Wort mit der Bedeutung ‘in der Morgendämmerung bestehend, frühmorgendlich, im Zustand des frühen Morgens befindlich’, d. h. ‘noch nichts gegessen und getrunken habend’, und zwar in der Zeit des der Nachtruhe folgenden Morgengottesdienstes vor Einnahme der Morgenmahlzeit. – Nüchternheit f. (Anfang 15. Jh.). ausnüchtern Vb. ‘sich vom Zustand der Trunkenheit erholen’ (17. Jh.); Ausnüchterung f. (Mitte 19. Jh.). ernüchtern Vb. ‘sich nach reichlichem Essen, von einem Rausch erholen’, mhd. ernüchtern, ‘jmdn. aus einer gesteigerten Stimmung herausreißen’ (18. Jh.); Ernüchterung f. (2. Hälfte 19. Jh.).
1360 Zeichen · 46 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    ausnüchtern

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    ausnüchtern , crapulam solvere, nüchtern werden: er sof also, dasz er niemals ausnüchterte. Abele 4, 1 ; ich habe mich e…

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Komposita & Ableitungen mit ausnuechtern

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Zerlegung von ausnuechtern 2 Komponenten

aus+nuechtern

ausnuechtern setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „ausnuechtern". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ausnuechtern/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „ausnuechtern". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ausnuechtern/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „ausnuechtern". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ausnuechtern/pfeifer_etym.
BibTeX
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