Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
auskernen
auskernen , enucleare, mhd. ûʒkirnen, gewöhnlich erkirnen: die nusz auskernen, ausgekernte pfirsich. oft aber figürlich: swer swenden welle sin hirne, daʒ er tiefiu wort ûʒ kirne. Renn. 23 459 ; wenn sich die winde legen der köstlichen und ausgekernten gunst. Schönborn bei Gryphius 2, 502 ; als hülsen seiner ausgekernten stunden. J. Paul uns. loge 3, 176 ; sie spielen mit dem ausgekernten leben, wie mit einer locke. Hesp. 1, 238; jeden tag, jede stunde auszukernen. 3, 184; aus der form alle fälle auskernen und ausspelzen. Fixl. 17; ich liesz die ausgekernte perücke vicarieren. lit. nachl. 4, 8…