AUFSTÄUBEN vb. mhd. ûfstöuben, -stouben.
zur vermischung von (auf)stäuben
u. (auf)stauben
vgl. 1DWB 10,2,1,1097. 1
etwas aufwirbeln, aufstieben machen, vom wild, aufjagen, zu stäuben 1
1DWB: hs.1260/80 do er
(falkner) der antvogel wart gewar, / vil stille er si ûf stoubte
in: zfda. 7(1849)342. 1561 die wilde sauw mit dem gebaͤll der hunden aufsteuben Maaler
t. spr. 499d. 1569 gleich wie eine asche oder sonst staub, der vom windt gewehet vnnd auffgesteubet wirdt, die lufft truͤbe vnd finster macht
theatrvm diabolorum 437a. 1803
(im alter) die winkel meines gedächtnisses aufzustäuben, und meine geschichte zur epanorthose der jüngern hervor zu suchen Seume
spaziergang XIV. 1838 vergangenheit ist böse asche. stäube die funken nicht auf, welche jahrelang unter ihr fortglimmen können Grabbe
3,337 F./Z. 1876 das ist ein aufstöbern von briefschnitzeln, ein aufstäuben von altem kehricht, eine lesartenjagd Scherr
größenwahn 61. 2
nach oben wirbeln, stieben, sprühen, auch mit objektwechsel, zu stäuben 7
1DWB: ⟨v1565⟩ wenn aber die meidlein wollen vnuerschampt sein, das ist .. so sie frech vmb sich siehet, .. lecket wie ein ziegenbock, lesset sich gerne verdrehen, das das gewendlein auffsteubet vnd gruͤsset die gesellen auffm wege Mathesius
Syrach (1586)1,175b. ⟨1752⟩ der herold klang! sie
(wettläuferinnen) flogen mit adlereil. / die weite laufbahn stäubte, wie wolken, auf Klopstock
w. (1798) 1,120. ⟨1878⟩ über glitzernde felder hin flog jetzt ein schlitten, und zwei dunkle tiefliegende augen starrten in den aufstäubenden schnee Fontane
ges.-ausg. [1925] I 1,451. 1990 die beiden .. tauben, die aufstäuben, wenn wieder ein .. roß aufs hindernis zustürmt
(hindernisrennen), tagesztg. (12.2.)24. 1997 bei schußfahrten
(mit den skiern) die hänge zum aufstäuben zu bringen
süddt. ztg. (24.12.)48. 1997 die aufstäubende gischt
(der rheinfälle), zür. tagesanz. (11.7.), IdS-arch. 3
etwas von feinster konsistenz stäubend aufbringen, auf etwas fliegen lassen, zu stäuben 4
1DWB: 1723 daß ich .. den
(auf das vergrößerungsglas) aufgestäubeten puder .. in der sonne wie hohle bläßlein gesehen Ch. Wolff
vers. (1721)3,318. 1847 stäubt man jetzt feingeriebene farbe auf, so haftet diese an den klebrigen linien der zeichnung Knapp
chem. technol. 1,558. 1998 lassen sie
(anrede) es
(halbgefrorenes) mit karamelisierten haselnußstückchen bestreuen, frischen zimt aufstäuben
frankf. rundschau (10.10.)24.Schmitt