Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Auerhahn m.
Auerhahn m.
Auerhahn m. das Männchen vom Auerwild, dem größten deutschen Waldhuhn, ahd. ūrhano (10. Jh.), daneben orrehuon, urhuon ‘Auerhuhn, -henne’ (11. Jh.), frühnhd. orrehan, ūrhan, awerhan, aurhan. Dem ersten Glied des verdeutlichenden Kompositums ahd. orrehuon entspricht anord. orri, schwed. orre ‘Birkhuhn’. Verwandt sind schwed. orne ‘Eber’, aind. ṛṣabháḥ ‘Stier’, griech. ársēn (ἄρσην) ‘männlich’, aind. árṣati ‘fließt’, so daß sich ie. *ṛsen- ‘männlich, männliches Tier, Männchen’ (eigentlich ‘benetzend, Samen ergießend’) erschließen läßt, das zu dem unter irre und rasen (s. d.) angeführten Ansatz ie. *er(ə)s-, *rē̌s- ‘fließen’ gehört. Der Name bezeichnet also ursprünglich allein das auffallende, als Jagdbeute geschätzte Männchen. Die neben ahd. orre- auftretende Form ūr-, die sich in der nhd. Lautung Auer- fortsetzt, ist vermutlich in Anlehnung an ahd. ūro bzw. ūrohso, nhd. Auerochse (s. d.) entstanden.