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Athmen

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Herder
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Athmen

Bd. 1, Sp. 309
Athmen (Respiration) ist derjenige physiologische Vorgang im Pflanzenund Thierleben, welcher die gegenseitige Einwirkung der atmosphärischen Luft und der pflanzlichen und thierischen Säfte vermittelt, zum Zwecke der Belebung und Wiedererfrischung dieser. Da zum Leben der Organismen durchgängig jene Einwirkung der atmosphärischen Luft nöthig ist (die Wasserthiere haben die im Wasser gelöste Luft), so ist der Akt des A.s auch ein allgemeiner in der organischen Welt, der als Lebensbedingung um so mehr an Bedeutung gewinnt, je höher der Organismus steht. Bei den Pflanzen geschieht das A. durch die Oberfläche der grünen Theile, besonders der Blätter, in der Thierwelt aber (mit Ausnahme der niedersten Thiere) hat diese Lebensverrichtung ihre eigenen Organe, Kiemen für die Wasserathmung, Tracheen und Lungen für die Luftathmung. Hier vom A. des Menschen. Es zerfällt in den körperlichen Akt des Ein- und Ausathmens, in den chemischvitalen Vorgang und endlich in die für das Leben dadurch gewonnenen Resultate. Beim Einathmen (Inspiration), eine Folge der Erweiterung der Brusthöhle durch die Wirkung verschiedener Muskeln, besonders des Zwerchfells und der Rippenmuskeln, dringt die äußere Luft durch Nase und Luftröhre in die Lungen, bis in die feinsten Endungen der Luftröhrenzweige, die Lungenbläschen. Alsbald aber läßt die Thätigkeit jener, den Brustraum erweiternder Muskeln wieder nach und theils dadurch, theils durch die Wirkung eigener Muskeln, erfolgt nun wieder eine Verengerung des Brustraumes, wodurch, entsprechend dieser Raumverengerung, die Luft theilweise wieder aus den Lungen ausgetrieben wird: dies ist das Ausathmen, die Exspiration. Hierauf folgt eine kleine Pause der Ruhe, worauf das Einathmen von Neuem beginnt. So ist es der Luft ermöglicht, mit dem Blute, das in den seinen Gefäßnetzen der Lungenbläschen kreist, in Wechselwirkung zu treten und in demselben die zum Leben nöthigen chemischen Veränderungen hervorzubringen.
1954 Zeichen · 12 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Athmenv., ntr., trs., rec.

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    △ Athmen , v. I) ntr. mit haben, die zum Leben nöthige Luft durch die Luftröhre einsaugen und wieder ausstoßen, und dabe…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Athmen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Athmen (Respiration) ist derjenige physiologische Vorgang im Pflanzenund Thierleben, welcher die gegenseitige Einwirkung…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit athmen

4 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitungen von athmen (4 von 4)

beathmen

DWB

beathmen , halitu afflare, nnl. beademen: ir öl und balsam wird beschworen ... mit viel blasen beothmet. Fischart bienenk. 21 a .

entathmen

DWB

entathmen , nnl. ontademen, 1 1) transitiv auszer athem bringen, exanimare: wer bist du, dasz durch saat und forst das hurrah deiner jagd mi…

erathmen

DWB

erathmen , anhelare, schwer athmen, aufathmen, einathmen: nun schon wieder den erathmenden schritt mühsam berg hinauf. Göthe 2, 68 ; du fleh…

verathmen

DWB

verathmen , n. , subst. inf., bildlich: ( ich ) sah das letzte verathmen der kindheit nie in einer sittsamern bewegung. Thümmel 3, 170 .