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Arschloch

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Arschloch

Arschloch

Arsch m. ‘Hintern, Gesäß’, ahd. (um 1000), mhd. asächs. ars, mnd. ārs, ērs, mnl. aers, eers, ers, nl. aars, naars, aengl. ærs, ears, engl. arse, anord. ars, rass führen mit griech. órrhos (ὄρρος, aus *órsos) ‘Hintern, Steiß’, air. err (aus *ersā) ‘Schwanz, Ende’ auf ie. *ers-, *ors- ‘Hintern, Schwanz’, das als s-Erweiterung zur Wurzel ie. *er- ‘sich bewegen, emporstehen’ gestellt wird. Ob dabei von einer Grundvorstellung ‘sich bewegender Schwanz’ (de Vries Nl. 6) oder ‘Erhebung, vorstehender Körperteil’ (Frisk 2, 427) auszugehen ist, bleibt ungewiß. – Arschloch n. ‘After’, ahd. arsloh (11. Jh.), mhd. arsloch, mnd. ārslok. Arschkriecher m., Arschlecker m. ‘unterwürfiger, widerlicher Schmeichler’, beide 1839 lexikalisch verzeichnet, doch vermutlich älter, vgl. in den Arsch kriechen (um 1800), am (im) Arsch lecken (16. Jh.). arschklar Adj. ‘völlig einleuchtend’ (Ende 19. Jh.); zweifelhaft, ob entstellend aus arg klar ‘ganz klar’, obwohl eine derartige Zersprechung aus dem Reiz, etw. vermeintlich Anstößiges bedenkenlos aussprechen zu dürfen, erklärbar wäre. verarschen Vb. ‘veralbern, zum Narren halten’ (Anfang 20. Jh.); wohl spontane Bildung der Soldatensprache.
1176 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    arschlochn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +3 Parallelbelege

    arschloch , n. culus, anus. ahd. arsloh ( Graff 2, 141 ); mhd. arsloch. Morolf 1526. musz, wie arsbell, ortsname gewesen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Arschloch

    Goethe-Wörterbuch

    Arschloch Figur in ‘Hanswursts Hochzeit’ Schnips Jfr A. 38,442 Plp Elisabeth Linke E. L.

  3. modern
    Dialekt
    Arschloch

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Arschloch n. 1. Hintere. Er het m i r e Tritt uf s A. ge gë ben Obhergh. 2. dummer, einfältiger Mensch (Schimpfwort): Du…

  4. Sprichwörter
    Arschloch

    Wander (Sprichwörter)

    Arschloch 1. Er hat ein schwarzes Arschloch. ( Ostpreuss. ) Ist vom Adel. 2. Er ist Arschloch-Amen. ( Ostpreuss. ) Zu En…

  5. Spezial
    Arschloch

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Arsch|loch n. (-[e]s, ...löcher) 1 ‹vulg› büsc dl cü m. 2 (Schimpfwort) coiun (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit arschloch

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von arschloch 2 Komponenten

arsch+loch

arschloch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

arschloch‑ als Erstglied (4 von 4)

arschlochig

DWB

arschlochig : ja hetten sie den arslochigen, äolischen stinkenden sack aufknipft und windmäszig drein geblasen, da wers gangen, wie ein alt …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „arschloch". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/arschloch/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „arschloch". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/arschloch/pfeifer_etym. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „arschloch". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/arschloch/pfeifer_etym.
BibTeX
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