Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
AREBEIT stf.
1. die noth, die man leidet. angestlîchiu arbeit Wigal. 4053. senediu arbeit Iw. 11. Nith. 12,4. gotlîchiu a. die man aus frommer ergebung leidet Barl. 102,26. des wart ir arbeite vil michel dester mê Nib. 334,2. 999,4. herzeliebe ist arbeit, ir ende bringet herzeleit Wigal. 8037. mir geschiht a. von mînen triuwen ich komme durch meine treue in noth Iw. 80. a. gewinnen von e. d. durch es in noth kommen Nib. 45,4. a. dulden MS. 2,244. a. a. lîden Nib. 136,4. 614,3. Wigal. 1804. daʒ er dekeine arbeit von frömdem gewalte leit a. Heinr. 278. a. tragen Nib. 999, 6. MS. 2,91. b. die marter unt die arbeit, die si an sich selben leit, die sold ich billîcher enpfân Iw. 69. iuwer a. ist sæleclîchen an geleit Iw. 108. ich lege und hân an si geleit zwâre michel arbeit an lîbe unde an guote büchl. 2,802. sîner arbeit die er dar an hât geleit a. H. 20. einem helfen, in scheiden von a. Iw. 155. MS. 1,30. a. waʒ touc dan mîn a. Iw. 221. waʒ touc mir mîn a. Iw. 261. waʒ ime sîn a. töhte Iw. 48. 64. — du füerest zwei herze in arbeite MS. 1,15. a. in a. bringen Iw. 278. daʒ huor er vermeit: des chom er in a. Gen. fundgr. 2,36,37. in grôʒ a. rîten. in a. wesen Nib. 2034,4. — mit a. er ûf sach mit großer mühe kûme schaute er auf Karl 94. a. — nâch grôʒer, rehter arbeit adverbiale redensart: so daß große noth, anstrengung aller kräfte dabei ist Iw. 242. 287.
2. die noth, die beschwerde, die man freiwillig übernimmt. in gezimt der arbeit deste baʒ er findet schwere mühe um so mehr sich gemäß Iw. 119. a. an sich nemen übernehmen Iw. 155. 211. dâ hœret a. zuo das hat man nicht ohne mühe und noth Iw. 107. sich einer a. genieten mühe und noth von etwas haben Iw. 289. a. an daʒ suochen legen Iw. 221. ir entlihet mir a. übernahmt mühe und noth für mich Iw. 291. sîne a. verliesen sich vergeblich bemühen Iw. 18. 231. a. H. 1102. Parz. 241,26. MS. 1,69. b. Wigal. 1816. verlorn a. Iw. 16. 145. Parz. 481,27. schellen geworht mit arbeite von golde vil meisterlîche mit mühe und fleiß Wigal. 9198. — ein beigesetzter genitiv bezieht sich auf das, wovon die noth hervorgebracht wird. daʒ ir ietweder het genomen des andern dehein arbeit durch den andern in noth gekommen war Iw. 273. 214. daʒ gân was im verseit von der wunden arbeit Barl. 13,4. der von der sünden arbeiten sîn liut solte leiten Barl. 67,1. 3. das was durch beschwerliche mühe zu stande gebracht wird. er merke, ob sich ein dorn mit kündekheit dar breite, daʒ er den fürder leite von sîner arbeite von seinen bestellten gartenbeten: sist anders gar verlorn Walth. 103,24.