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APPLIKATUR

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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

APPLIKATUR f.

Bd. 3, Sp. 165
APPLIKATUR f.zu lat. applicatus (fest) anliegend, mlat.anhaftend, anliegend, zugehörig, zugewendet’, part. perf. zu (m)lat. applicare (s. applizieren) gebildet. 1 fingersatz, das ansetzen der finger an ein musikinstrument (zuerst in latinisierter form): 1732 applicatura, heist bey denen musicis, wenn in tractirung eines instruments bald dieser, bald ein anderer finger den umständen nach nöthig ist, und füglich gebraucht werden kan Zedler, universal-lex. 2,964. v1801 (bildl.:) so ist es auch mit der sprache – wer ein feines gefühl ihrer applikatur, ihres takts, ihres musikalischen geistes hat, .. der wird ein prophet sein Novalis 3,204 W. 1884 eine applikatur dafür zu erfinden, welche eine ganz leichte spielart des instruments ermöglicht Engel tonkunst 21. ⟨1947⟩ er wies uns die applikatur der klarinette Th. Mann (1960)6,61. 2 selten ‘anwendung, zweckmäßiger gebrauch’: 1829 obgleich seine strafenden reden gar wohl in den faulen fleck einschlagen, so fehlt ihnen doch .. bei ihrer zu großen allgemeinheit die rechte praktische applikatur Görres 15,171 Sch. 1964 läßt sich Gaisers „demotisches“ deutsch auch nicht als a(pplikatur) verschiedener „stimmen“ justifizieren in: Duden, wb. dt. spr. (1993)1,239a.Schröder
1235 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    APPLIKATURf.

    Grimm Neubearbeitung (1965–)

    APPLIKATUR f. zu lat. applicatus (fest) anliegend, mlat. ‘ anhaftend, anliegend, zugehörig, zugewendet ’, part. perf. zu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Applikatur

    Goethe-Wörterbuch

    Applikatur Fingersatz Applicatur und Tact scheinen [ bei diesem Klavierlehrer ] ganz leicht und anschaulich zu werden 26…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Applikatūr

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Applikatūr , s. Fingersatz .

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applikatur‑ als Erstglied (1 von 1)

Applikatūrtafel

Meyers

applikatur·tafel

Applikatūrtafel heißt die Notierung der Skala eines Blasinstruments mit genauer Angabe der Griffe, welche die einzelnen Töne hervorbringen.