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Appert

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Appert

Bd. 1, Sp. 634
Appert (spr. appǟr), 1) Benjamin Nicolas Marie, Philanthrop, geb. 10. Sept. 1797 in Paris, erhielt 1814 eine Stelle an der kaiserlichen Zeichenschule, die er jedoch 1815, des Einverständnisses mit Napoleon I. beschuldigt, wieder verlor. Durch Einführung des gegenseitigen Unterrichts erregte er die Aufmerksamkeit des Kriegsministers Gouvion Saint-Cyr, der ihn 1818 nach Paris rief, um für die Offiziere und Unteroffiziere einen Normalkursus zu eröffnen. Seit 1820 erteilte er Unterricht in dem Militärgefängnis von Montaigu, wurde aber wegen des Entspringens zweier Sträflinge selbst gefangen gesetzt. Nach dreimonatiger Hast freigesprochen, widmete sich A. ganz der Verbesserung des Loses der Gefangenen, bereiste zu diesem Zweck 1825 ganz Frankreich und legte seine Beobachtungen in einem eigens dazu begründeten Journal nieder. Zu Némelfing im Moseldepartement unterhielt er 1841–44 eine Kolonie für entlassene Sträflinge und Kinder von Gefangenen, und seit 1846 bereiste er Belgien und das Ausland. Die Berichte über seine Studien veröffentlichte er in mehreren durch große Freimütigkeit ausgezeichneten Werken: »Bagnes, prisons et criminels« (Par. 1836, 4 Bde.); »Voyageen Belgique« (Brüss. 1849, 2 Bde.); »Voyageen Prusse« (Berl. 1846); »Die Gefängnisse, Spitäler, Schulen, Zivil- und Militäranstalten in Österreich, Bayern, Preußen etc.« (Wien 1851–52, 3 Bde.); »Hambourg, ses prisons et hospices« (Hamb. 1850, auch deutsch). Außerdem schrieb er: »Dix aus à la cour du roi Louis-Philippe« (Berl. 1847, 3 Bde.; auch deutsch); »Conférences contre le système cellulaire« (Brüss. 1846); »Die Geheimnisse des Verbrechens, der Verbrecher und des Gefängnislebens« (Leipz. 1851); »Ratschläge für Direktoren, Geistliche und Ärzte von Gefängnissen« (Hamb. 1851); »Über Wohltätigkeits- und Strafanstalten« (Leipz. 1853) u. a. 2) François, Bruder des vorigen, Erfinder des nach ihm benannten Verfahrens zur Konservierung der Speisen, das er bereits 1804 anwendete, gest. 1840 als Gutsbesitzer in Massy unweit Paris. Schrieb: »L'art de conserver toutes les substances animales et végétales« (Par. 1810, 5. Aufl. 1834; deutsch, Prag 1844). Vgl. Konservieren.
2168 Zeichen · 36 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Appert

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Appert , Benj. Nikol., geb. 1797 zu Paris, nahm sich frühe des Gefängnißwesens an und durchreiste zu diesem Zwecke Frank…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit appert

15 Bildungen · 6 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

appert‑ als Erstglied (6 von 6)

appertinens

MLW

adi. appertinens , -entis . abl. plur. -iis appertinentiis : l. 9. pertinens , attinens — zugehörig : Form. imp. 42 res proprietatis nostre …

appertinentia

MLW

1. * appertinentia (adp-, -cia) , -ae f. script. : adp- adpertinentia : l. 45.47.53. al. atp- atpertinentia : Chart. Sangall. A 790. Chart. …

APPERTINENZ

DWB2

APPERTINENZ f. das dazugehörende, zubehör, bes. ‘zugehöriger teil des grundbesitzes ’ ; von gleichbed. mlat. appertinentia, zu (m) lat. appe…

Appertinenzĭen

Meyers

appertinenz·ien

Appertinenzĭen (lat.), zu einem Gegenstand, insbesondere zu einem Gute gehörige, nicht mit diesem verbundene Teile. Vgl. Zubehör.

appertineo

MLW

appertineo (adp-) , -ui , -ere appertinere . script. et form. : adp-: l. 67.68. p. 791,2. al. adde Chart. Sangall. B 12 adpirtenit. atp-: p.…

appert als Zweitglied (9 von 9)

Blappert

Adelung

Der Blappert , S. Adelung Blaffert .

Krǖzplappert

Idiotikon

Krǖzplappert Band 5, Spalte 132 Krǖzplappert 5,132

Krǟje(n)plappert

Idiotikon

Krǟje(n)plappert Band 5, Spalte 132 Krǟje(n)plappert 5,132

Ratsplappert

DRW

rat·s·plappert

Ratsplappert, m. Münze vom Wert eines Plappert (Blaffert) als Präsenzgeld für Ratsmitglieder bei bestimmten Ratssitzungen vgl. Ratgeld (III)…

trappert

DWB

trap·pert

trappert , subst. , 1) in der gaunersprache und dialektisch für pferd: träppert Fischer 2, 320 ; Kluge rotwelsch 306, 310, 232 ; Bischoff wb…