Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)
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ANRÜCHTIG adj. älter vereinzelt anrichtig. übernahme von mnd. anruchtich, anrüchtich, ableitung von mnd. ruchte ‘ruf, leumund’, mit nd. cht für hd. ft, mhd. ruoft entsprechend (vgl. ruf A 1DWB). übel beleumdet, ehrlos rechtlos, unwürdig: 1294 nimpt en man de nicht anruchtich ne is en pant d. alte lüb. recht 329 H. 1414 (md.) infamis anruchtig Diefenbach gl. 296b. u1530 abt Hainrich, wie wol er gesuͦechig, anrichtig und onvertraglich was Watt 1,564 G. 1534 einer was seiner eeren anrüchtig worden Eppendorf Plutarch sprüch 376. 1556 das man fromme, ehrliche vnd tugenthafftige vn̄ nicht lose anrüchtige personen in die rethe .. welen sol Lauterbeck regentenb. (vorr.) 5b. 2.h16.jh. so ist er (angeklagter) .. peinlichen nicht tzu straffen, sondern hat sich von wegen seiner ubertrettunge und meyneydes anruchtig, schalbar und ehrlosz gemacht magdeb. schöffensprüche 1,105 F./L. 1643 wer in die acht kommen ist, heist das erste jahr anrüchtig, das andere ehrloß Harsdörffer gesprächsp. (1641)3,299. 1688 ob sich nun wol N.N. in ihrem wittwenstande schwängern lassen, dieweil sie aber dennoch an ihren ehren nicht anrüchtig worden Beier handwercks-zünffte 73. 1750 ist anrüchtig seyn im gemeinen leben .., als wenn einer .. besonderer ehre unwürdig geschätzet, keineswegs aber des allgemeinen ehrlichen nahmens beraubet .. wird Chomel, lex. 1,457. ⟨v1760⟩ wer seinen ganzen werth verliert, der wird ehrlos oder anrüchtig Heumann geseze (1761)180. 1840 (gewerbe,) die .. von herumziehenden leuten .. betrieben werden, solche personen einem gewissen verdacht aussetzen, sie .. also gewissermaaßen anrüchtig machen und eine rechtsbeschränkung bewirken Falck hdb. privatrecht (1825)4,284. 1965 anröchtig berüchtigt, ns. wb. 1,406. –auch sachbezogen i.s.v. ‘diffamierend’ 1534 er hat den koniglichen anwalden .. mit schmelichen anruchtigen worden gelestert Hasz rathsannalen 3,47 S. 1699 es könne der lehnmann wieder seinen herrn keine anrüchtige klage anstellen Titius lehn-recht 376.Scheider
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
NeuhochdeutschAnrüchtig
Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege
Anrüchtig , -er, -ste, adj. et adv. in den Rechten, ein wenig berüchtigt, geringer Verbrechen, oder einer unanständigen …
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anruechtig‑ als Erstglied (1 von 1)
anrüchtigkeit
DWB
anrüchtigkeit , f. levis notae macula.
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Cotta, M. (2026). „anruechtig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/anruechtig/dwb2
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Cotta, Marcel. „anruechtig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/anruechtig/dwb2. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „anruechtig". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/anruechtig/dwb2.
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