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Annālen

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Annālen

Bd. 1, Sp. 545
Annālen (Jahrbücher, Annales libri), Bücher, worin die merkwürdigsten Begebenheiten in streng chronologischer Folge, nach Jahren abgeteilt, verzeichnet werden. Vielfach hat die Geschichtschreibung mit A. angefangen; die alten Ägypter, Babylonier Assyrer, Perser und Chinesen hatten ihre A. In Griechenland wie in Rom standen diese A., die in Griechenland ὧροι (horoi) hießen, im Zusammenhang mit den offiziell geführten Beamtenlisten. In Rom mag die Anlage wirklicher Jahrbücher, die von dem pontifex maximus abgefaßt wurden, im 4. Jahrh. v. Chr. begonnen haben. Eine Redaktion dieser offiziellen Stadtannalen in 80 Büchern veranstaltete der Oberpontifex P. Mucius Scävola (um 130 v. Chr.); seitdem kamen die Pontifikal-Aufzeichnungen gegenüber den Werken der privaten Annalisten nicht mehr in Betracht. An der Spitze der letztern steht Fabius Pictor zur Zeit des zweiten Punischen Krieges; ihre letzten Vertreter reichen bis zur Mitte des 1. Jahrh. v. Chr. Im einzelnen ist die Geschichte der römischen Annalistik neuerdings oft behandelt worden. Im Mittelalter beginnt die eigentliche Annalistik in England mit kurzen geschichtlichen Bemerkungen, die man am Rande der Ostertafeln verzeichnete. Auf dem Festlande wurden A. in klösterlichen und bischöflichen Kirchen, später wahrscheinlich auch am königlichen Hofe geführt. Die ältesten aus dem Gebiete des fränkischen Reiches erhaltenen A. stammen aus dem 8. Jahrh. Zuerst roh und dürftig, erweitern sie sich bald zu ausführlichen Geschichtsdarstellungen. Von den A. unterscheidet man die Chroniken (s. Chronik), in denen nicht das Kalenderjahr die Grundlage der chronologischen Anordnung bildet. Ein Verzeichnis der mittelalterlichen A. findet man bei Potthast, Bibliotheca historica medii aevi (2. Aufl., Berl. 1896; Bd. 1, S. 48–100). Ausführlicher unterrichten über die deutsche Annalistik »Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter« von Wattenbach (6. Aufl., Berl. 1893–94, 2 Bde.) und Lorenz (3. Aufl., das. 1886–1887, 2 Bde.). – Neuerdings ist der Name A. vielfach auf wissenschaftliche Zeitschriften, und nicht bloß auf solche historischer Tendenz, übertragen worden.
2137 Zeichen · 47 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Annālen

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Annālen , sing. car. aus dem Lat. Annales, eine Geschichte nach den Jahren, ohne alle andere Verbindung; Jahrbücher,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Annalen

    Goethe-Wörterbuch

    Annalen 1 chronolog angeordnete Aufzeichnungen historisch bedeutender Ereignisse, auch erweitert iSv Überlieferung, Gesc…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Annalen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Annalen , Annales , Jahrbücher, die Aufzeichnung der Begebenheiten eines Jahres durch die Priester (in Rom durch den Pon…

  4. Spezial
    Annalenpl

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Annalen , pl анналы , мн

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit annalen

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Zerlegung von annalen 2 Komponenten

anna+len

annalen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

annalen‑ als Erstglied (1 von 1)

Annalenschreiber

GWB

annalen·schreiber

Annalenschreiber mBez auf die vier Evangelisten die Masse und Mannichfaltigkeit seiner Jünger und Anhänger .. die aus der Menge hervortreten…