Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
anheischig Adv.
anheischig Adv.
anheischig Adv. nur noch in der Verbindung sich anheischig machen ‘sich erbieten, sich verpflichten’ (Anfang 17. Jh.). Die heute nicht mehr gebräuchliche Wendung anheischig werden ist schon ein Jahrhundert früher in Umlauf. Mhd. antheiʒec Adj. ‘durch ein Versprechen gebunden, verpflichtet’, das gleichbed. ahd. antheiʒi (8. Jh.), mhd. antheiʒe fortsetzt, wird mit heischen (s. d.) verknüpft und zu anheischig (ältere Form anheißig) umgebildet. Das ahd. mhd. Adjektiv ist von ahd. antheiʒ m. (8. Jh.), mhd. antheiʒ, entheiʒ ‘Gelübde, Versprechen’, eigentlich ‘das Entgegenrufen’, abgeleitet (vgl. mnd. anthēt, got. andahait ‘Bekenntnis’), einem Verbalabstraktum zu ahd. antheiʒōn (um 800), giantheiʒōn (8. Jh.) ‘geloben’ (vgl. asächs. anthētan ‘heißen, befehlen’, aengl. andhettan, got. andhaitan ‘bekennen’), einer mit der Partikel ahd. ant- ‘entgegen’ (s. ent-) präfigierten Bildung zu ahd. heiʒan ‘(be)nennen, rufen, befehlen, auffordern’ (s. heißen).