Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
amsla
‚Amsel, merula‘(Tur-
dus merula L.); in den Hss. z. T. gepaart mit
syn. merla (s. d.) 〈
„Die Formen ohne Mittelvo-
kal überwiegen ahd. bei weitem (14 : 4), der Typ
amsala wird erst vom 12. Jh. an vorherrschend“
(Ahd. Wb. I, 328); daraus erklären sich auch die
Varianten mit Übergangslaut -p- (-ph-, -f-) so-
wie die Assimilation von ams- zu ans- (s.
mdartl. Reflexe): ams(s)la, amp(h)sla u. ä., auch
amas-, amusla und amis-; später meist amsala,
amsel(l)a, amsil(l)a, amsel(l)e, auch amp(h)- u. ä.;
sämtliche Belege finden sich in Gl. und im nom.
sg., außer Gl. 2, 338, 22 amfsela akk. pl. st.,
12. Jh.〉 –. - Im Mhd. lautet das Wort einheitlich
amsel st. (sw.) f., desgl. nhd. Amsel.