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Amphibien

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Herder
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Amphibien

Bd. 1, Sp. 161
Amphibien sind Thiere, die eine eigene Klasse unter den Wirbelthieren bilden. Sie haben rothes, kaltes Blut ein einkammeriges Herz mit einer ungetheilten oder doch nicht vollkommen geschiedenen Vorkammer. In dieser Einrichtung des Herzens und dem dadurch bedingten unvollkommenen Kreislaue liegt der Grund der niederen Temperatur ihres Blutes, sowie ihrer Fähigkeit, längere Zeit des Athmens zu entbehren und so im Wasser wie außer demselben leben zu können. Sie sind meistens unbehilfliche, stupide Geschöpfe, und die Mehrzahl abschreckend durch ihr kaltes, lauerndes Wesen, ihre Gestalt und langsam kriechende Bewegung, einige Schlangen besonders auch durch ihr Gift. Ihre Haut ist nackt, oder mit Schuppen oder Schildern bedeckt. Brust und Bauch sind durch kein Zwerchfell geschieden. Das Athmen geschieht durch oft sehr einfache Lungen, neben denen bei nur sehr wenigen noch Kiemen bestehen; dieß Athmen geschieht aber weder so regelmäßig noch ist es so unentbehrlich zum Leben, als bei den höhern Thieren. Sie legen Eier, nur wenige Schlangen und Eidechsen sind lebendiggebärend, aber alle ohne weitere Sorge für ihre Brut. Mit Ausnahme der Batrachier, die eine Verwandlung durchmachen, haben die Jungen gleich ihre vollkommene Gestalt. Fast alle besitzen Zähne, die jedoch nur zum Festhalten, nicht zum Kauen dienen, denn ihre Nahrung, die sie aus dem Thierreiche nehmen, verschlucken sie ganz. Die meisten A. sind im Stande, sehr lange zu hungern, besonders Schildkröten, und bekannt ist ihre starke Reproductionskraft, die bei einigen Salamandern selbst ausgeschnittene Augen wieder zu ersetzen vermag. Es finden sich bei ihnen alle 5 Sinne, aber keiner derselben ist so ausgebildet, wie bei den höhern Thierklassen. Mit Ausnahme des hohen Nordens sind die A. über die ganze Erde verbreitet, besonders zahlreich aber in den heißen und zugleich feuchten Ländern, in denen allein sie auch jene riesige Größe erlangen. Die A., deren jetzt mehr als 1000 Arten bekannt sind, werden gewöhnlich in 4 Ordnungen getheilt: 1. Schildkröten, Chelonii; 2. Eidechsen, Saurii; 3. Schlangen, Ophidii; 4. Froschartige, Batrachii.
2123 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Amphibien

    Goethe-Wörterbuch

    Amphibien überwiegend in natwiss Schr daß alle vollkommnern organischen Naturen, worunter wir Fische, A., Vögel, Säugeth…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Amphibien

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Amphibien sind Thiere, die eine eigene Klasse unter den Wirbelthieren bilden. Sie haben rothes, kaltes Blut ein einkamme…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit amphibien

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von amphibien 2 Komponenten

amphi+bien

amphibien setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

amphibien‑ als Erstglied (2 von 2)

Amphibienfahrzeug

Pfeifer_etym

amphibien·fahrzeug

Amphibie f., Amphibium n. ‘Lurch’, d. i. wechselwarmes, zu Beginn seines Lebens (mit Kiemen atmend) im Wasser, später (mit Lungen atmend) au…