Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
altherda
Gl. 1, 208, 30 in K, der St. Galler Hs. 911, Ende
des 8. Jh.s, alem.: al therda und zwar in folgen-
dem Zusammenhang: irthiski (Hs. Ra irdiski)
himil enti al therda (das ausl. -a aus -e korri-
giert), eine Glossierung zu lat. muntus (Ra
mundus) cęlum uel omnia (omnia fehlt in Ra)
terra. Es war R. Koegel, der *alt-herda parallel
zu alt-wigki 1, 87, 16 lesen wollte (→ altwiggi)
mit
„unorganischem“h für *alt-erda (Keron.
Gl. 129) und das so konstruierte Komp. als
‚Menschen-Erde‘interpretierte (Lit.gesch. I, 2,
434) in Anlehnung an as. eldi-barn
‚Menschen-(s. Sehrt, Wb. z. Hel.2 94; vgl. auch lang-
kinder‘
ob. aldius
‚Halbfreier‘, W. Bruckner, PBB 17
[1893], 573 ff. sowie W. H. Vogt, PBB 58
[1934], bes. 54 ff.).